Das sind die besten Gold-ETFs
(Lars Erichsen) Die zuletzt deutlich gestiegene Volatilität im Gold-Preis sorgt aktuell wieder für spürbare Bewegungen im gesamten Sektor. Davon sind Goldminen-Aktien und auch Goldminen-ETFs betroffen, die sich zuletzt prozentual deutlich von ihren Hochs entfernt haben.
Was dabei oft vergessen wird: Goldminen und Goldminen-ETFs reagieren auf solche Bewegungen in der Regel deutlich stärker. Durch den operativen Hebel der Unternehmen schlagen Veränderungen im Gold-Preis überproportional auf die Gewinne durch, was sich dann auch in den Kursen widerspiegelt.
Für mich ist das aber weniger ein Warnsignal, sondern vielmehr ein Anlass, mir den Sektor jetzt wieder genauer anzuschauen.
Investieren in Goldminen-Indizes
Für alle, die bislang noch nicht in Goldminen oder entsprechende ETFs investiert sind, könnte sich aus meiner Sicht aktuell eine erste interessante Einstiegsgelegenheit bieten. Ich persönlich würde in so einer Phase nicht direkt voll investieren, sondern eher mit einer ersten Tranche starten und die Entwicklung weiter beobachten.
Eine Möglichkeit, die ich Euch näherbringen möchte, ist der Einstieg über ETFs auf Goldminen-Indizes. Das ist aus meiner Sicht ein sinnvoller erster Zugang, weil man damit nicht auf einzelne Unternehmen setzen muss, sondern direkt breit gestreut investiert.
Ein zentraler Index in diesem Bereich ist der NYSE Arca Gold BUGS Index. Dieser bildet gezielt Goldminen-Unternehmen ab, die ihre Produktion kaum oder gar nicht langfristig absichern. Konkret bedeutet das, dass die enthaltenen Unternehmen ihre Goldförderung nicht über mehr als etwa 1,5 Jahre hedgen. Dadurch reagieren sie deutlich sensibler auf den Gold-Preis, sowohl nach oben als auch nach unten.
Zu den größten Positionen im Index zählen bekannte Namen wie Newmont, Agnico Eagle Mines, Royal Gold oder Barrick Mining.

Quelle: www.justETF.com
Eine weitere Möglichkeit, über einen Goldminen-Index zu investieren, bietet der iShares Gold Producers UCITS ETF. Dieser bildet den S&P Commodity Producers Gold Index nach und bietet Zugang zu Aktien der größten börsennotierten Unternehmen, die in die Exploration und Förderung von Gold und verwandten Produkten weltweit involviert sind. Im Index befinden sich starke Konzerne wie Franco Nevada, Anglo Gold und Wheaton Precious Metals.
Quelle: www.justETF.com
Die dritte Variante, in einen Goldminen-Index zu investieren, bietet der HANetf Gold Miners Screened ETF. Dieser bildet den VettaFi Gold Miners Screened Index nach und bietet Zugang zu Unternehmen der Goldbergbau-Branche weltweit und enthält zudem eine Beimischung einer Position in physischem Gold. Zu den Mitgliedern des Index gehören Firmen wie Gold Fields, Kinross Gold und Royal Gold.
Quelle: www.justETF.com
Mein Fazit:
Ich halte Goldminen-ETFs in diesem Umfeld für einen sinnvollen Ansatz, gerade wenn es darum geht, die Dynamik des gesamten Sektors abzubilden. Durch die breite Streuung über mehrere Unternehmen hinweg reduziert sich das Einzelwertrisiko, ohne dass man auf die Entwicklung eines einzelnen Titels angewiesen ist. Insbesondere in einem volatilen Marktumfeld kann diese Diversifikation dabei helfen, Schwankungen besser einzuordnen und strukturiert investiert zu bleiben.
Im Schnitt haben die hier vorgestellten Goldminen-ETFs von ihren Hochs gut 68 Prozentpunkte verloren. Für mich ist das übertrieben. Wer neu einsteigen will, für den kann das aktuelle Niveau durchaus interessant sein, zumindest für eine erste Tranche.
Und während ich das hier schreibe (Montag Abend, 23.03.), kommt die nächste Meldung: Trump strebt offenbar eine Einigung mit dem Iran an. Gold und Silber erholen sich wieder nach dem Abverkauf. Für mich zeigt das einmal mehr, was aktuell gilt: Die Märkte bleiben extrem volatil.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert: - - - | Diese Position ist kein Bestandteil des exklusiven „Lars Erichsen“-Echtgeld-Depots. Die Informationen in diesem Newsletter stellen keine Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar.