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Evotec-Aktie wieder im Aufwind

Das Biotechunternehmen blickt optimistisch ins Geschäftsjahr 2018. Jetzt noch einsteigen?

Arbeiten im Labor

(Stefan Böhm) Dass die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente aufwändig, zeit- und kostenintensiv ist und dass es am Ende keine Garantie für einen Erfolg gibt, gehört zum Einmaleins der Biotechbranche. Dass man mit neuen Medikamenten und Wirkstoffen viel Geld verdienen kann, ist die andere Seite der Medaille. Zu einem gut geführten Biotechunternehmen gehören daher nicht nur Spitzenforscher, Ärzte und Laboranten, sondern auch viele andere Mitarbeiter, die Netzwerke und Kooperationen knüpfen, Risiken managen und natürlich die Finanzen des Unternehmens kompetent steuern.

Beim Hamburger Biotechunternehmen Evotec haben sich diese Faktoren gut zusammengefügt. Das Unternehmen stützt sich auf zwei Standbeine: Die Auftragsforschung und Forschungsallianzen mit der Pharmaindustrie und akademischen Einrichtungen. Bei der Auftragsforschung lief es zuletzt sehr gut. Vorstandschef Werner Lanthaler zeigte sich bei der jüngsten Zahlenvorlage Ende November optimistisch: „Für 2018 haben wir die beste Auftragslage, die wir je im Unternehmen gesehen haben“. Dabei profitiert Evotec von der im Sommer getätigten Übernahme der US-Firma Aptuit für 300 Mio. US-Dollar. Bislang konnte Evotec Aufträge nur bis zur Bereitstellung eines Wirkstoffes für die präklinische Forschung durchführen. Mit Aptuit können nun auch klinische Studien von neuen Medikamenten durchgeführt werden. Evotec-Chef Lanthaler sieht daher ein gestiegenes Interesse an der Auftragsforschung und rechnet 2018 mit einem Wachstum von zehn Prozent. Doch das sei erst der Anfang, so Lanthaler.

Evotec-Aktie mit Wende nach oben!

Das zweite Standbein, die Forschungsallianzen mit Pharmakonzernen wie Bayer, Sanofi oder Celgene, sind für Evotec wegen potenzieller hoher Meilensteinzahlungen bei Erreichen von Forschungserfolgen besonders interessant. Auch Partnerschaften mit Stiftungen und Universitäten gehören zum Geschäft, so z.B. die 13 Mio. Pfund schwere Wirkstoffforschungspartnerschaft zwischen der Oxford University, Oxford Sciences Innovation und Evotec, die gerade ihr einjähriges Bestehen feiert. Innerhalb dieses Zeitraums wurden zwölf Wirkstoffforschungs- und entwicklungsprojekte gefördert. Dazu werden die Ressourcen von Oxford Sciences Innovation genutzt, einem mit 600 Mio. GBP ausgestatteten Venture Fund in Oxford, dem weltgrößten Universitätsfonds.

Kein Wunder also, dass der Biotechkonzern im November die Jahresprognose bekräftigte. Der Umsatz soll im Geschäftsjahr 2017 um 40 Prozent steigen, der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) soll sogar um 50 Prozent zulegen. Die Analysten der Banken sind sogar noch etwas optimistischer und erwarten ein noch kräftigeres Wachstum. Dennoch gehörte die Evotec-Aktie seit Mitte Oktober zu den Underperformern am Aktienmarkt. Die Aktie verlor rund 45 Prozent von 22 auf 12 Euro. Derartige Schwankungen sind in der Branche jedoch nichts Ungewöhnliches. Für risikobereite Anleger ergeben sich nach dem Kursrutsch jedoch interessante Einstiegsmöglichkeiten.

Chart & Info
  • WKN / ISIN
    566480 / DE0005664809
  • Aktueller Kurs
    14,97 EUR
  • KGV 2018e / 2019e
    73,9 / 50,8
  • Dividendenrendite 2018e
    0,0 Prozent
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig auf langfristig auf

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Evotec gehört sowohl auf der Produktseite, aber auch in Sachen Management und Finanzen zu den interessantesten Biotechwerten. In meinem Premium-Magazin DaxVestor haben wir im Investor-Depot die Möglichkeiten eines Discount-Zertifikats zum Einstieg in Evotec genutzt. Neben einer attraktiven Renditechance von fast 15 Prozent profitieren wir von einem hohen Risikopuffer von rund 35 Prozent. In anderen Worten: Auch wenn die Evotec-Aktie am Laufzeitende in einem Jahr 35 Prozent tiefer stehen würde, wäre immer noch ein Gewinn von 15 Prozent möglich.

Stefan Böhm
Wenig Zeit?
Wertpapier: Evotec
Themen: Biotechnologie, Forschung, Medikament, Zulassung, Meilenstein, Umsatz, Gewinn, Aktie
Bildquellen:
© Chepko Danil – fotolia.com
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