++ BLACK - SALE - WEEK -> 50 € Amazon Gutschein sichern ++

K+S stellt sich neu auf und verärgert die Anleger

K+S kombiniert die beiden Sparten und vertröstet die Anleger mit ehrgeizigen Langfristzielen.

K+S Güterwaggon

(Stefan Böhm) Das Geschäft mit Düngemittel und Kaliprodukten ist zyklisch und schwankungsanfällig. Dementsprechend volatil zeigen sich auch die Aktien der Branche. Ein Anschauungsbeispiel lieferte kürzlich die K+S-Aktie, die nach vermeintlich enttäuschenden Aussagen zur Unternehmensstrategie am Montag abstürzte. Bislang spekulierten viele Anleger damit, dass die Salzsparte abgespalten und möglicherweise sogar an die Börse gebracht wird. Daraus wird nun nichts, denn K+S hat andere Pläne. Die Geschäftsbereiche wie Kali und Salz sollen künftig konsequent integriert werden, um Synergien zu heben. Das erklärte Ziel sei eine „One Company“, so das Unternehmen.

Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr kommentierte: " Es war jetzt der richtige Zeitpunkt, ein klares Bild davon zu entwickeln, wie K+S im Jahr 2030 aufgestellt sein soll." K+S geht von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. Euro ab Ende 2020 aus. Ab 2019 soll außerdem wieder ein positiver freier Cashflow generiert werden. Der Verschuldungsgrad soll bis 2020 halbiert werden, bis 2023 strebt K+S wieder ein sogenanntes Investment-Grade-Rating an. Darunter versteht man Anlagen mit hoher Bonität, bspw. Unternehmensanleihen, die auch Investmentfonds erwerben dürfen. Für K+S "...bedeutet [dies] auch einen Kulturwandel, denn die Perspektive auf unser Geschäft und die Art, wie wir zusammenarbeiten, wird sich verändern", so Lohr.

K+S kündigt Wachstumsphase 2020 bis 2030 an

Die Anleger reagierten am Montag mit fast panikartigen Verkäufen, denn statt einer radikalen Neuorientierung geht K+S einen vermeintlich leichteren Weg, an dessen Ende der Erfolg aber nicht garantiert ist. Zudem hatten die Analysten damit gerechnet, dass bereits 2018 ein positiver freier Cashflow erreicht werden kann. Auch die verkündeten Langfristziele sind sehr ehrgeizig. Der operative Gewinn (EBITDA) soll bis 2030 auf drei Milliarden Euro steigen, fast sechs mal soviel wie 2016. Die Kapitalrendite soll mindestens auf 15 Prozent ansteigen.

Aber selbst wenn man an den Erfolg der neuen K+S-Strategie glaubt, so wird ein langer Atem benötigt und weitere schwierige Geschäftsjahre stehen bevor, bis sich die erhofften positiven Effekte zeigen werden. Auf der anderen Seite ist die K+S-Aktie nach dem Kurssturz auf einem interessanten Bewertungsniveau angelangt, das für risikofreudige Anleger durchaus seinen Reiz hat. Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie in einem breiten Seitwärtsintervall, das erst durch einen Ausbruch über den Widerstand bei 25 Euro nach oben aufgelöst würde. Davon ist die Aktie zumindest derzeit jedoch weit entfernt.

Chart & Info
  • WKN / ISIN
    KSAG88 / DE000KSAG888
  • Aktueller Kurs
    20,93 EUR
  • KGV 2017e / 2018e
    22,7 / 13,2
  • Dividendenrendite 2017e
    2,0 Prozent
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig seitw langfristig auf

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

K+S hat mit der neuen Langfriststrategie den Weg für die nächsten Jahre vorgegeben. Bis sich positive Effekte zeigen werden, wird es jedoch noch eine ganze Weile dauern. Die K+S-Aktie bleibt daher zumindest kurz- bis mittelfristig weiterhin volatil und auch nur für kurzfristige Trades interessant. Langfristig könnten die neuen Perspektiven dennoch für eine Neubewertung der Aktie führen. Bis es soweit ist, ist es zumindest für vorsichtige Anleger jedoch ratsam an der Seitenlinie zu bleiben.

Stefan Böhm
Wenig Zeit?
Wertpapier: K+S
Themen: Kali, Düngemittel, Salz, Gewinn, Wachstum, Profitabilität, Aktie
Bildquellen:
© K+S AG
'; exit-intend
exit-intend-close