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In Bitcoin investieren

So einfach geht es...

(Lars Erichsen) Krypto-Währungen gelten im Vergleich zu Aktien oder Anleihen als noch junge Anlageform. Bitcoin wird am 31. Oktober 2008 inhaltlich greifbar, als eine oder mehrere Personen unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ in einem 9-seitigen Whitepaper das Konzept und die Funktionsweise beschreiben.

Der erste breite Bitcoin-Zugang in Europa über ein börsengehandeltes Finanzprodukt entstand im Mai 2015, als der Bitcoin Tracker One von XBT Provider an der Nasdaq OMX in Stockholm gelistet wurde und in Anbieterunterlagen als erstes Bitcoin-basiertes Wertpapier an einer regulierten Börse beschrieben wird. An der Deutschen Börse startete das Segment der Krypto-ETPs im Jahr 2020. Seitdem hat das Interesse spürbar zugenommen, längst nicht mehr nur bei Privatanlegern, sondern auch bei institutionellen Marktteilnehmern.

Starkes Interesse

Dass so viele Anleger auf Bitcoin schauen, hat mehrere Gründe. Viele sehen in der begrenzten Angebotsmenge und dem transparenten Regelwerk einen Knappheits-Charakter, andere interessieren sich für die Idee eines global handelbaren digitalen Vermögenswerts, der unabhängig von einzelnen Unternehmen funktioniert.

Hinzu kommt der Wunsch nach Diversifikation, weil sich Bitcoin zeitweise anders als klassische Anlageklassen verhalten hat, auch wenn diese Eigenschaft nicht verlässlich ist. Mit der wachsenden Marktinfrastruktur, mehr Handelsplätzen, besserer Verwahrung und dem Zugang über regulierte Börsenprodukte ist der Einstieg in Bitcoin deutlich einfacher geworden.

Dass Bitcoin bei großen Investoren stark beachtet wird, sieht man gut am BlackRock Produkt iShares Bitcoin Trust ETF IBIT, das zum 30. Januar 2026 ein Fondsvermögen von rund 64,8 Mrd. US-Dollar ausweist. Zum Vergleich meldete BlackRock für Ende 2025 insgesamt rund 14 Bio. US-Dollar verwaltetes Vermögen, damit entspricht IBIT grob rund 0,46% dieses Gesamtvolumens und ist für eine so junge Anlageklasse ein auffälliges Signal.

Wie kann man in Bitcoin investieren?

Grundsätzlich gibt es zwei gängige Wege. Erstens der direkte Kauf von Bitcoin über eine Handelsplattform mit anschließender Verwahrung in einer Wallet. Dabei verwaltet der Anleger entweder selbst die Zugangsschlüssel oder nutzt einen Verwahrdienstleister. Eigenverwahrung kann mehr Kontrolle bedeuten, erhöht aber die operative Verantwortung, etwa bei der sicheren Aufbewahrung der Schlüssel und dem Schutz vor Betrugsversuchen.

Zweitens die Anlage über börsengehandelte Produkte, die in Europa häufig als ETNs, ETPs oder ETCs strukturiert sind und in der Praxis oft unter dem Oberbegriff Bitcoin ETCs angeboten werden. Für viele Privatanleger ist die Depotlösung über ETCs der einfachste Zugang, weil der Bitcoin in der gewohnten Broker-Umgebung handelbar ist.

Die Großzahl der ETCs zeichnet sich dadurch aus, dass die Produkte mit einer physischen Hinterlegung ausgestattet sind. ETCs unterliegen grundsätzlich einem Ausfallrisiko, da sie rechtlich Schulverschreibungen sind und Anleger im Insolvenzfall des Emittenten trotz möglicher Besicherung Verluste erleiden können.

Überblick

In Deutschland werden aktuell knapp 30 ETPs auf Bitcoin angeboten. Anbei 5 ETPs sortiert nach dem aktuellen Fondsvolumen:


30 ETPs auf Bitcoin

Sparpläne

Die hier vorgestellten ETPs sind bei den meisten Brokern sparplanfähig. Je nach Anbieter können Gebühren anfallen, zum Beispiel pro Ausführung zwischen null und rund 1,5% des Anlagebetrags, während andere Broker zusätzlich oder alternativ eine feste Ordergebühr berechnen. Die konkrete Kostenstruktur variiert stark und reicht von kostenlosen Sparplänen bis zu festen Beträgen von rund einem Euro je Ausführung, etwa bei monatlichen Sparraten bis ungefähr 500 Euro.


Bitcoin
Quelle: MarketScreener


Mein Fazit

Mein persönliches Fazit zu Bitcoin ist langfristig optimistisch. Die Bewegung von knapp unter 10.000 US Dollar Anfang 2020 bis in den Bereich um 125.000 US-Dollar im Herbst 2025 und der anschließende Rücklauf auf zuletzt rund 78.000 US-Dollar zeigen, wie hochvolatil Bitcoin ist und dass deutliche Rücksetzer zum Profil dieser Anlageklasse gehören. Trotzdem bleibe ich langfristig bullisch, weil Bitcoin als knappes, regelbasiertes digitales Gut wahrgenommen wird und die Marktinfrastruktur samt Zugang über regulierte Produkte reifer geworden ist.

In den USA kommt zusätzlich politische Signalwirkung hinzu: Im März 2025 hat die US-Regierung per Executive Order eine strategische Bitcoin-Reserve beschlossen, in die staatlich gehaltene Bitcoin aus Beschlagnahmungen eingebracht werden sollen. Das ist kein Kursgarant, kann aber als Rückenwind für Akzeptanz und Nachfrage interpretiert werden.

Für eher vorsichtige Anleger halte ich einen Sparplan für eine sinnvolle Herangehensweise, weil regelmäßige Käufe den Durchschnitts-Einstiegspreis glätten können und das Investieren dadurch oft planbarer und stressärmer wird, solange die Positionsgröße zum eigenen Risiko passt.




Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:

Der Autor ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert: Bitcoin | Die Informationen in diesem Newsletter stellen keine Empfehlungen im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar.


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