++ Most Wanted – Über diese Aktien spricht der Markt! --> Heute gratis sichern ++

Investieren in die wichtigste Ressource der Welt!

Investieren in die wichtigste Ressource der Welt!

(Lars Erichsen) Draußen in der Natur wird immer sichtbarer, was fehlender Regen bedeutet: Flüsse führen weniger Wasser, Pegelstände sinken und manche Gewässer sind teilweise kaum noch passierbar. Gleichzeitig rufen immer mehr Gemeinden den Wassernotstand aus und schränken die Nutzung von Wasser ein.

Diese Entwicklung und die fortschreitende Klimaerwärmung zeigen, wie wichtig die Ressource Wasser wird und dass sie regional zunehmend zu einem knappen Gut werden kann. Und der Bedarf wächst zusätzlich durch neue Technologien wie KI, denn auch Rechenzentren benötigen für ihre leistungsfähigen Kühlsysteme erhebliche Mengen Wasser.

In meinem heutigen Artiekl möchte ich mich dem Thema „Wasser“ widmen und welche Investitionsmöglichkeiten es in diesem Sektor gibt.


Wasserinfrastruktur


Wasserinfrastruktur: Das klassische Schaufelgeschäft

Eine der direktesten Möglichkeiten sind Unternehmen, die Pumpen, Rohrsysteme, Messgeräte, Filter und Technologien zur Überwachung von Wassernetzen liefern. Ein Beispiel ist Xylem. Das Unternehmen verdient sein Geld unter anderem mit Wasserinfrastruktur, Wasseraufbereitung, intelligenten Messsystemen und Dienstleistungen für kommunale und industrielle Kunden. Damit profitiert Xylem nicht davon, dass Wasser teurer wird, sondern davon, dass weltweit mehr Geld in die Infrastruktur gesteckt werden muss.

Xylem

Entsalzung

Entsalzungsanlagen machen Meerwasser oder salzhaltiges Wasser durch Verfahren wie die Umkehrosmose als Süßwasser nutzbar. Und genau dieser Bereich dürfte in Regionen mit strukturellem Wassermangel immer wichtiger werden. Entsalzungsanlagen machen Meerwasser oder salzhaltiges Wasser durch Verfahren wie die Umkehrosmose als Süßwasser nutzbar. Und genau dieser Bereich dürfte in Regionen mit strukturellem Wassermangel immer wichtiger werden

Veolia gibt an, bereits Anlagen entwickelt zu haben, die rund 18% der weltweit installierten Entsalzungskapazität repräsentieren, und möchte seine selbst betriebene Entsalzungskapazität bis 2030 verdoppeln.

Veolia

Wasserversorger

Eine ganz andere Möglichkeit sind klassische Wasserversorger wie American Water Works. Das Geschäftsmodell ist vergleichsweise einfach: Wasser bereitstellen, Abwasser entsorgen und dafür regulierte Gebühren erhalten.

American Water investierte allein 2025 rund 3,2 Mrd. US-Dollar in seine Infrastruktur. Das macht deutlich, wie kapitalintensiv dieses Geschäft ist. Gleichzeitig sind solche Versorger weniger abhängig von konjunkturellen Moden als viele Technologie-Unternehmen. Der Nachteil: Regulierung, hohe Investitionen und Zinsen spielen für die Rendite eine enorme Rolle.

American Water Works

Breit gestreut in Wasser-ETFs investieren

Anleger, die nicht gezielt in Einzelaktien investieren möchten und das Risiko breiter streuen wollen, setzen auf Wasser-ETFs. Der nach dem Volumen größte ETF ist der iShares Global Water ETF mit einer Investitionssumme von knapp 1,9 Mrd. Euro und der WKN: A0MM0S und einer Gesamtkostenquote von 0,65% p.a. Auf Sicht von einem Jahr hat der ETF gut 3,4% zugelegt. Zu den Top-Positionen des ETFs gehören American Water Works, Xylem, Veralto, Ecolab und Geberit.

Der erfolgreichste ETF auf Jahressicht ist der L&G Clean Water mit einer Jahresperformance von knapp 7%. Das Fondsvolumen beträgt 673 Mio. Euro, die Gesamtkostenquote ist 0,49% p.a., die WKN ist A2PM52. Der L&G Clean Water ETF bildet den Solactive Clean Water Index nach. Dieser bietet Zugang zu Unternehmen, die sich durch die Bereitstellung von technologischen, digitalen, technischen, Versorgungs- und/oder anderen Dienstleistungen für sauberes Wasser auf internationaler Ebene engagieren. Zu den 10 größten Positionen gehören die Konzerne Veolia, Northwest Pipe und Watts Water Technologies.

Wasser-ETFs

Wichtiger Faktor

Ein wichtiger Faktor, den Anleger im Auge behalten sollten, ist die Zinsentwicklung, denn der Zinseffekt belastet diese Aktien und auch die entsprechenden ETFs gleich doppelt. Zum einen werden Unternehmen mit erwarteten langfristigen Wachstumsraten bzw. zukünftigen Cashflows von etwa 5-7% weniger attraktiv, wenn Staatsanleihen bereits rund 5% Rendite bieten, zum anderen verteuern höhere Zinsen die Finanzierung von Investitionen und den Schuldendienst der Unternehmen. Wer hier auf eine bessere Kursentwicklung setzt, spekuliert daher indirekt auch auf ein wieder günstigeres Zinsumfeld.


Mein Fazit

Ich finde den Bereich Wasser sehr spannend und bin überzeugt, dass hier in den kommenden Jahren viel investiert werden muss. Selbst bin ich derzeit allerdings nicht investiert. Am Ende muss jeder nach seinem eigenen Risiko entscheiden, ob er gezielt einzelne Wasser-Aktien kauft oder lieber über einen ETF breiter streut. Gerade für ein diversifiziertes Depot können Wasser-Aktien eine interessante Beimischung sein. Viele Unternehmen aus diesem Bereich haben eher defensive Geschäftsmodelle und schwanken häufig weniger stark als klassische Wachstums-Aktien. Damit lässt es sich vielleicht auch etwas ruhiger schlafen.


Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:

Der Autor ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert: - - - | Diese Position ist Bestandteil des „Rendite-Spezialisten“-Depots. Die Informationen in diesem Newsletter stellen keine Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar.

Bildquellen:
© savittree | Datei Nr.: 2059421097 | stock.adobe.com | Generiert mit KI
'; exit-intend
exit-intend-close