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Wann kommt er denn nun, der Crash am Anleihemarkt?

Viele Experten sagen ihn voraus, bisher ist er nicht in Sicht: Der Crash am Anleihemarkt. Was dennoch für einen Kursrückgang des Bund-Future spricht.

Anleihemarkt

(Dr. Detlef Rettinger) Im Herbst 2016 warnte der durchaus bekannte Hedge-Fonds-Manager Ray Dalio („Bridgewater“) vor einem Crash am Anleihemarkt. Selten sei ein Markt so überbewertet gewesen wie der für Staatsanleihen. Er bezog sich damit in erster Linie auf US-Treasuries, aber aufgrund der engen Verknüpfung der globalen Anleihemärkte gilt das auch für deutsche Bundesanleihen, japanische Government Bonds und andere Papiere.

Verantwortlich dafür seien die Notenbanken mit ihrer extrem expansiven Geldpolitik und ihren Anleihekäufen. Damit halten sie einen globalen Schuldenzyklus am Laufen, der uns irgendwann um die Ohren fliegt.

Das ist eine sehr verkürzte Wiedergabe seiner These, die auch besagt, dass ständig steigende Schulden nicht mehr zu finanzieren sind, wenn die Weltwirtschaft nur noch langsam wächst. Und von einem langsameren Wachstum als in früheren Jahrzehnten geht er aus. Eine einleuchtende These, die auch von vielen anderen Experten geteilt wird.

Die Notenbanken ändern ihre Geldpolitik – allmählich

Das Problem dabei: Keiner weiß, wann der „Schuldenzyklus“ an seine Grenze stößt und z.B. die Blase am Anleihemarkt platzt. Ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob das überhaupt geschieht. Sollte die Weltwirtschaft solide expandieren – wie aktuell – dann wird sich das Karussell erst einmal weiterdrehen.

Sicher scheint mir aber, dass das abzusehende Ende der Anleihekäufe durch die EZB und die Bank of Japan einerseits und die Bereinigung der Bilanz der US-Notenbank durch Anleiheverkäufe andererseits die Situation am globalen Anleihemarkt grundsätzlich ändern wird.

Weniger Nachfrage, mehr Angebot: Das sollte nach aller volkswirtschaftlichen Logik zu einem Preisrückgang führen. Allerdings gibt es auch Faktoren, die diesen bremsen können, wie z.B. eine erneute Flucht der Anleger in sichere Häfen.

Der Euro-Bund-Future gab zuletzt nach. Hauptgrund dafür war der positive Verlauf von Auktionen italienischer, französischer und spanischer Staatsanleihen – ein Beweis für die Stärke des Anleihemarktes und ein Anlass, aus Bunds mit ihren negativen Renditen auszusteigen und umzuschichten. Diese Tendenz könnte weiter anhalten.

Chart & Info
Euro-Bund-Future
  • Aktueller Kurs
    164,70 Punkte (Prozent)
  • Kommentar
    Der Bund-Future hat mit dem Fall unter die Marke von 165,00 Punkten auch charttechnisch die Wende nach unten eingeleitet – zumindest kurzfristig.
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig ab langfristig seitw

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Nach dem Rückgang Ende 2016 haben die Kurse der Staatsanleihen in den letzten Monaten wieder angezogen. Das gilt auch für den Euro-Bund-Future. Ein Grund dafür war die Angst vor einer Eskalation der Krise in der EU. Diese Angst ist gewichen und das kann zusammen mit der Aussicht auf eine Normalisierung der Geldpolitik der EZB zu einem Rückgang des Bund-Future in den nächsten Monaten führen.

Dr. Detlef Rettinger
Wenig Zeit?
Wertpapier: Euro-Bund-Future
Themen: Anleihemarkt, Crash, Ray Dalio, Notenbanken
Bildquellen:
© Aamon - Fotolia.com
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