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Russischer Rubel: Einer der Trump-Gewinner!?

Der Rubel war 2016 eine der Währungen mit der stärksten Aufwertung. Bleibt das 2017 so und was trägt Präsident Trump dazu bei?

Moskau

(Stefan Gulden) Trump und Putin – zwei dicke Kumpels? Das Thema wird in den Medien sicher zu hoch gejazzt, niemand weiß derzeit wirklich, wie sich das Verhältnis zwischen den USA und Russland entwickelt. Es ist aber sicher nicht aus der Luft gegriffen, dass der neue US-Präsident eine Lockerung der Sanktionen als „Verhandlungsmasse“ bei den Gesprächen mit Russland einsetzen wird. Moskau wird plötzlich wieder zum begehrten Partner.

Auch China sucht bereits seit längerem engere Verbindung zu Russland und seinem Reichtum an Rohstoffen. Ganz klar: Nach längerer Eiszeit bessert sich das politische Umfeld für den Rubel. Dazu kommt die Erholung am Rohstoffmarkt.

Russland befreit sich aus seiner Rezession

Beides zusammen dürfte dazu beitragen, der Konjunktur endlich wieder mehr Dynamik zu verleihen. Russland wird sich 2017 voraussichtlich aus seiner Rezession befreien, ein BIP-Wachstum von 1 Prozent oder mehr ist drin. Die hohe Inflationsrate von über sieben Prozent dürfte auf gut fünf Prozent sinken.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die immensen strukturellen Probleme der russischen Wirtschaft auch in den nächsten Jahren ein dynamisches und breit gefächertes Wachstum verhindern. Der Rohstoffsektor bleibt bestimmend – aber hier sieht es eben wieder besser aus.

Was viele zudem gerne vergessen: Russland verfügt über solide Staatsfinanzen und die Leistungsbilanz weist einen Überschuss auf. Dazu kommen Devisenreserven von etwa 360 Mrd. US-Dollar. Im problembeladenen Bankensektor wurde in den letzten Jahren aufgeräumt.

Der Rubel ist folglich weniger als viele andere Währungen für Turbulenzen an den internationalen Märkten anfällig. Allerdings hat die russische Notenbank Ende Januar angekündigt, ab Februar Rubel kaufen zu wollen, um den Aufwertungsdruck auf die Währung zu bremsen.

Chart & Info
EUR/RUB - Russischer Rubel
  • Aktueller Kurs
    64,35 Rubel je Euro
  • Kommentar
    Seit Anfang 2016 befindet sich EUR/RUB im Abwärtstrend. Nach der Bestätigung der Unterstützung bei 63 RUB könnte es zu einem Test der bei 68 RUB verlaufenden Abwärtstrendlinie kommen.
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig seitw langfristig ab

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Das Umfeld für den Rubel hat sich in den letzten Monaten stark verbessert. Auch 2017 dürfte die russische Währung gefragt bleiben und unter dem Strich weiter aufwerten. Dabei macht nicht zuletzt der hohe Zins den Rubel attraktiv. Mit dem Zinszertifikat der Commerzbank (WKN CB1RUB) können Anleger nicht nur von einer Aufwertung, sondern auch von einem Zinssatz von aktuell 8,9 Prozent profitieren.

Charttechnisch ist jedoch nach der starken Abwärtsbewegung der letzten Monate (Aufwertung des Rubel) eine Gegenbewegung nach oben bei EUR/RUB nicht unwahrscheinlich, zumal zuletzt die Unterstützung bei 63 Rubel bestätigt wurde.Für einen Einstieg in eine Long-Position auf den Rubel sollten Anleger also etwas abwarten.

Stefan Gulden
Wenig Zeit?
Wertpapier: EUR/RUB, Russischer Rubel
Themen: Russland, Aufwertung, Trump-Putin
Bildquellen:
Pixabay
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