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Gold: Warum der Preis gerade jetzt fällt

Der Goldpreis kann sich nicht befreien. Wann übernehmen wieder die Gold-Bullen das Ruder?

Gold

(Dr. Detlef Rettinger) Kann Gold eine Rallye erleben, wie wir sie bei der Digitalwährung Bitcoin in der ersten Jahreshälfte beobachten konnten? Ich halte das prinzipiell für möglich, denn grundsätzlich trifft sowohl bei Bitcoins als auch bei Gold eine wachsende Nachfrage auf ein stagnierendes Angebot. Und beide Anlageformen dienen als Fluchtwährung. Beides zusammengenommen kann besonders in Krisensituationen eine Preisrallye auslösen. Kurzfristig bestimmen aber vor allem spekulative Anleger am Futuresmarkt die Preisentwicklung. In den letzten Wochen sind nach den Daten der CFTC die Netto-Long-Positionen bei den Gold-Futures auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten gefallen, bei Silber gab es sogar Netto-Short-Positionen.

Flash-Crashs sind Beweis für starkes Verkaufsinteresse

Spektakuläres Zeichen für den Verkaufsdruck war der Flash-Crash am 26. Juni. Innerhalb von 15 Sekunden brach der Gold-Future um 15 US-Dollar - ein. Der Preiseinbruch wurde dann schnell wieder wettgemacht. Ob eine unbeabsichtigte Order oder eine Vielzahl von ausgeführten Stopp-Aufträgen ursächlich war, ist unklar. An Zufall mag ich aber nicht glauben, denn am 6. Juli gab es erneut einen Flash-Crash, diesmal bei Silber. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass viele Anleger zu schnell ihre Positionen bei Gold und Silber abbauen wollten. Der Preisrückgang ist dann durch automatische Stopp-Aufträge außer Kontrolle geraten. Neben charttechnischen Gründen (siehe Chart) hat vor allem der Anstieg der Realzinsen, der durch den Politikwechsel der Notenbanken ausgelöst wurde, viele Gold-Bullen dazu bewegt, ihre Long-Positionen abzubauen. Steigende Realzinsen sind schlecht für Gold. In den letzten Tagen drehte sich der Trend wieder etwas um, denn die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinserhöhungen in den USA ist wieder etwas gesunken.

Das sagt die Charttechnik

Der Goldpreis ist im Juni erneut beim Versuch gescheitert, die langfristige Abwärtstrendlinie zu überwinden. Der anschließende Bruch wichtiger Unterstützungen hat dann immer mehr Gold-Bullen entmutigt. Bislang konnte sich Gold aber über dem Support bei 1.200 USD behaupten. Sollte auch diese Marke fallen, dann ist ein Rückgang bis 1.130 oder sogar bis 1.100 USD möglich. Für wahrscheinlich halte ich das allerdings nicht, denn der gedrückte Preis wird wieder langfristig orientierte Käufer anlocken, auch aus der Schmuckbranche. Die schon Anfang 2016 gestartete Bodenbildung setzt sich damit fort.

Chart & Info
  • Aktueller Kurs
    1.242 US-Dollar je Unze
  • Kommentar
    Der Goldpreis ist im Juni erneut beim Versuch gescheitert, die langfristige Abwärtstrendlinie zu überwinden. Bislang konnte sich Gold aber über dem Support bei 1.200 USD behaupten. Sollte auch diese Marke fallen, dann ist ein Rückgang bis 1.130 oder sogar bis 1.100 USD möglich.
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig seitw langfristig auf

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Der in den letzten Wochen zu beobachtende Anstieg der Realzinsen ist nicht von Dauer. Gold wird als Anlagegut gefragt bleiben. Dazu kommt, dass die durchschnittlichen Produktionskosten je Unze Gold zwischen 900 und 1.100 Dollar liegen. Das wirkt quasi als Untergrenze für den Preis. Kurzfristig befindet sich Gold aber im Abwärtstrend, das würde sich erst bei einem Anstieg über 1.240 USD wieder ändern.

Dr. Detlef Rettinger
Wenig Zeit?
Wertpapier: Gold
Themen: Goldpreis, US-Notenbank, Gold-ETFs
Bildquellen:
@ Arsel - Fotolia.com
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