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In ausländische Aktien investieren?

Lohnt sich ein Investment in ausländische Aktien?

Zweifellos bietet der heimische Aktienmarkt interessante Gelegenheiten, aber das Anlagespektrum nur auf deutsche oder schweizer Unternehmen zu beschränken, wäre fatal.

Warum das so ist, habe ich Ihnen bereits beispielsweise im Artikel "Börsenregel 2: Achten Sie auf Diversifikation bzw. Risikostreuung!" gemeinsam mit meinem Kollegen Lars Erichsen erklärt.

Ausländischen Aktien - ACHTUNG!

Währungsrisiko

Die meisten ausländischen Aktien sind an einem deutschen Börsenplatz gelistet. Auch wenn sie dort in Euro notieren, orientiert sich die Kurs-Stellung an der Heimat-Börse. Die Auswirkungen können erheblich sein.

Info

info ​Beispiel NXP Semiconductor:

Rund 127 Prozent gewann das Papier seit Anfang 2014 an Wert. Für einen Investor aus dem Euro-Raum wurde daraus ein Zugewinn von über 170 Prozent, weil sich der Euro in dieser Zeitspanne deutlich verbilligte gegenüber dem US-Dollar. Dieser Effekt wirkt natürlich in beide Richtungen!

Uhrzeit 

Bitte beachten Sie die Handelszeiten der ausländischen Börsenplätze. Versuchen Sie eine amerikanische Aktie am Vormittag deutscher Zeit zu kaufen, dann kann der Makler nicht wissen, wie der Eröffnungskurs in den USA sein wird. Aufgrund von potenziellen Unternehmensnachrichten und Auf- oder Abstufungen entsteht also für ihn ein Risiko. Diese Unsicherheit gibt er, gerade bei illiquiden Werten, in Form einer unvorteilhaft großen Spanne zwischen An- und Verkaufskurs an Sie weiter.

Meine Empfehlung: Limitiert kaufen, wenn die Heimatbörse den Handel aufgenommen hat.

Ausländische Börsenplätze

Nicht alle Unternehmen beantragen den Handel ihrer Anteile an einem deutschen Börsenplatz.

Info

info Beispiel Pershing Square Holding:

Der Wert wird nur in Amsterdam gehandelt. Ein guter Broker wird Ihnen heute problemlos die Möglichkeit bieten, auch im Ausland zu ordern. Meine Empfehlung: Mehr als 25 Euro Aufschlag auf die normalen Gebühren ist ungerechtfertigt!

Quellensteuer

Ausschüttungen in Deutschland unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent, die – nachdem der Freistellungsauftrag (801 Euro pro Person) ausgeschöpft ist – direkt an das Finanzamt abgeführt wird. Dies gilt auch für Dividenden aus dem Ausland. Bei denen hat sich zuvor allerdings auch schon der ausländische Fiskus bedient und die sogenannte Quellensteuer einbehalten. Mit den meisten Ländern besteht ein Steuerabkommen, welches die bereits einbehaltene Steuer berücksichtigt. Sofern der Quellensteuersatz also unterhalb von 25 Prozent liegt, entstehen keine Nachteile. Liegt er darüber, dann müssen Sie sich das Geld vom ausländischen Finanzamt zurückholen.

Meinung

sprechblase Böhms Fazit

Ein Großteil der Unternehmen auf der Beobachtungsliste meines renommierten Geldanlage-Magazins "Die Rendite-Spezialisten" hat seinen Hauptsitz im Ausland. Dank der Globalisierung spielt es heute kaum eine Rolle, ob ein Unternehmen von Frankfurt, New York oder Kopenhagen aus die Geschäfte lenkt. Wo eine Aktie erworben wird, hat keinen Einfluss auf ihren rechtlichen Status als Anteilseigner. Dividenden werden zuerst im Heimatland besteuert, bevor der deutsche Fiskus zugreift.

Stefan Böhm
Bildquellen:
Denys Rudyi - Fotolia.com
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