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Ölaktien: So können Sie auf steigende Ölpreise setzen!

Tipps für Ihr erfolgreiches Öl-Investment!

Woran denken Sie, wenn Sie den Namen Ölaktien hören? Vielleicht an die kultige US-Fernsehserie Dallas aus den 1980er Jahren, bei der es bekanntlich um eine zerstrittene Familie geht, die im Ölgeschäft tätig ist? Tatsächlich übt das schwarze Gold, wie Öl ebenfalls genannt wird, in der Realität auf viele Anleger eine magische Anziehungskraft aus. Aber Rohöl kaufen, um von einem Preisanstieg zu profitieren, ist schwierig bzw. viel zu teuer. Sie können stattdessen mit Futures, Hebelzertifikaten oder Optionsscheinen auf den Ölpreis spekulieren. Doch das ist sehr riskant. Ein in vielerlei Hinsicht besseres Investment in den Rohstoff sind sogenannte Ölaktien.

Als Ölaktien bezeichnet man Wertpapiere, die von einer Aktiengesellschaft emittiert werden, die in der Ölbranche tätig ist. Meistens handelt es sich dabei um die großen Mineralölfirmen, die sich mit der Förderung und Weiterverarbeitung des Rohstoffs Erdöl beschäftigen. Eine Anlage in Ölaktien fällt in die Gruppe der indirekten Investments. Neben der Entwicklung des Rohölpreises existieren nämlich noch zahlreiche andere Faktoren, die sich auf die Kursentwicklung der Aktien auswirken können.

Aktien ermöglichen indirektes Investment in Öl

Falls Sie sich als Anleger nicht trauen oder es schlichtweg nicht zu Ihrer Strategie passt, mittels CFDs oder Derivaten wie Zertifikaten und Optionsscheinen auf die Entwicklung des Rohölpreises zu spekulieren, bietet sich mit den Ölaktien ein weniger risikoreiches Investment an. Während die deutlich chancenreichere richtige Einschätzung der Kursentwicklung auf längere Sicht ein Vorteil ist, haben Ölaktien allerdings auch mindestens einen Nachteil im Vergleich zum direkten Investment in den Rohstoff.

Dieser Nachteil besteht darin, dass die vom Unternehmen zu erzielenden Gewinne zwar in hohem Maße vom Preis des Rohstoffes Öl abhängen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch noch weitere, teilweise unkalkulierbare Einflussfaktoren, die sich ebenfalls auf die Kursentwicklung der Ölaktien auswirken können - zum Beispiel:

  1. charttechnische Faktoren
  2. fundamentale Daten zum Unternehmen
  3. politische und wirtschaftliche Krisen

Klassische Ölaktien und Zertifikate auf Ölaktien-Indizes als Alternative

Falls Sie sich für ein Investment in Ölaktien entschieden haben, möchte ich Ihnen noch ein paar Beispiele nennen, in welche Aktien Sie i>investieren können. Zu Beginn Ihres Investments rate ich Ihnen, die sogenannten Big Player am Markt zu wählen. Dazu gehören vor allem die großen Mineralölkonzerne wie:

  1. Exxon Mobile
  2. Chevron
  3. ConocoPhillips
  4. Occidental

Die Aktien dieser Konzerne sind an der US-Börse notiert, und zwar in US-Dollar. Das heißt, wenn Sie in diese Ölaktien investieren, gehen Sie auch ein Währungsrisiko ein. Fällt der US-Dollar, dann verliert Ihr Investment in Euro gerechnet an Wert.

In Europa aber gibt es mit der niederländisch-britischen Royal Dutch Shell, der britischen BP und der französischen Total ebenfalls große Ölkonzerne. Dazu kommen im Branchenmaßstab etwas kleinere Unternehmen wie die italienische ENI, die spanische Repsol YPF, die norwegische Statoil und die österreichische OMV.

Auch in den so genannten Schwellenländern gibt es große Ölkonzerne, deren Aktien an der Börse notiert sind, wie die chinesische PetroChina, die brasilianische Petrobras und die russischen Lukoil und Rosneft. Investments in diese Aktien sind aber mit einem etwas größeren Risiko verbunden, da die Aktienmärkte der Schwellenländer insgesamt stärker schwanken.

Falls Sie etwas breit gestreuter in Ölaktien investieren möchten, ist dies über spezielle Branchenfonds möglich. Dabei handelt es sich um klassische Investmentfonds, deren Schwerpunkt auf Ölaktien liegt. Daneben können Sie auch mit Zertifikaten und ETFs auf Branchenindizes wie z.B. den Nyse Arca Oil Index von der Entwicklung der gesamten Branche profitieren.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Mein Fazit zu Ölaktien lautet, dass es sich dabei sicherlich um eine gute Alternative handelt, falls Sie längerfristig von einem Preisanstieg des Rohstoffs Öl profitieren möchten. Für kurzfristig orientierte Spekulationen ist das Investment in Ölaktien allerdings sicherlich zu indirekt und mit zu geringen Gewinnerwartungen ausgestattet. Als Portfolio-Beimischung halte ich Ölaktien jedoch für durchaus interessant, auch weil die Aktien der Ölkonzerne zumeist hohe Dividendenrenditen bieten.

Stefan Böhm
Bildquellen:
Georg Lehnerer - Fotolia.com
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