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Worauf müssen Sie bei der Wahl eines Aktien-Brokers achten?

So finden Sie den richtigen Broker!

Es gibt eine unerlässliche Entscheidung, bevor Sie mit dem Aktienhandel beginnen: die Wahl Ihres Brokers. Der Broker führt Ihr Wertpapier-Depot, tätigt in Ihrem Auftrag Ihre Käufe und Verkäufe an der Börse und führt Ihr Verrechnungskonto. Ohne Broker kein Aktienhandel.

So heiße ich Sie also herzlich willkommen im Aktien-Broker-Dschungel! Die Zahl der Broker ist kaum zu überschauen und keiner gleicht dem anderen. Ich gebe Ihnen im Folgenden einige Kriterien an die Hand, damit Sie den Dschungel lichten und sich für denjenigen entscheiden können, der am ehesten Ihren Ansprüchen gerecht wird. So individuell wie die Angebote der Banken sind die Bedürfnisse von Anlegern, die mit Aktien handeln – Menschen wie Ihnen. Weil jeder seinen individuellen Aktien-Broker finden muss, nenne ich hier keine Namen. Die richtige Empfehlung für Sie könnte für jemand anderen die falsche sein. Aber ich helfe Ihnen mit Ausschlusskriterien, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen.

Was ist überhaupt ein Broker?

Die nachfolgenden allgemeinen Dienstleistungen eines Brokers unterscheiden sich bei keinem Anbieter: Sie als Kunde tun nichts weiter als Ihre Order zu übermitteln, Ihr Broker wickelt Transaktion und Buchung für Sie ab. Und das sofort. Sollte ein Anbieter in Ihrer engeren Auswahl eine längere Zeitspanne als ein paar Sekunden für das Abwickeln Ihrer Order veranschlagen, dann dürfte er der Falsche sein. Oder würden Sie noch per Dampflok oder Pferdekutsche verreisen wollen?

Sie ordern einen Wertpapierkauf, der Aktien-Broker bucht unmittelbar die Titel in Ihr Depot und belastet Ihr Konto mit Kaufpreis plus Transaktionsgebühr. So ist es zeitgemäß und mittlerweile Standard. Nur wenn dieser Vorgang ohne Zeitverzögerung geschieht, ist für Sie „Intraday-Handel“ möglich: das Verkaufen von gerade erst gekauften Aktien oder Wertpapieren. Je intensiver Sie den Aktienhandel betreiben werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Option für Sie relevant wird.

Broker Vergleich: Was kosten Depot und Order?

Broker Vergleich

Die Gebühren für Transaktionen und Kontoführung sind in den meisten Fällen der entscheidende Faktor, von dem Ihre Entscheidung für oder gegen einen Aktien-Broker abhängen sollte. Das Wertpapierdepot verwalten mittlerweile viele Anbieter gratis, das heißt ohne so genannte Depotgebühren, wie Sie sie möglicherweise von Ihrer Hausbank kennen. Die Preise für pro Order dagegen schwanken. Generell unterscheiden sich die Gebührenmodelle der Broker mal deutlich, mal marginal, und je mehr Sie handeln, desto mehr fällt ins Gewicht, dass Sie Ihre Gebühren minimieren, ohne bei den Leistungen Abstriche zu machen.

Bei den meisten Aktien-Brokern finden Sie Gebührenrechner, die Ihnen helfen zu kalkulieren, welche Gebühren auf Sie zukommen. Listet der Broker nicht sämtliche Leistungen und Gebühren transparent auf, dann hat er womöglich etwas zu verbergen. Sie können das leicht prüfen: Diverse Broker-Testseiten im Internet helfen Ihnen bei der Entscheidung, außerdem Menschen, die sich bereits entschieden haben und in Börsenforen ihre Erfahrungen teilen. Entpuppt sich ein Anbieter als schwarzes Schaf mit verstecktem Gebührenwucher, dann spricht sich so etwas schnell herum.

Die nachfolgende Grafik vergleicht verschiedene Broker bzgl. Leistungen und Kosten (Stand 2016). Klicken Sie bitte auf die Grafik, um sie in Großansicht zu lesen:

Online-Broker Vergleich

Testen Sie vor Ihrer Wahl die Software Ihres künftigen Aktien-Brokers - so gibt es kein böses Erwachen

Vor Ihrer Entscheidung sollten Sie die Software Ihres Aktien-Brokers auf Übersichtlichkeit und einfache Bedienbarkeit checken. Ihnen ist nicht geholfen, wenn Ihnen zwar das Gebührenmodell eines Anbieters zusagt, Sie aber die Bedienung umständlich finden. Teil eines übersichtlichen Online-Angebots sollten Börsennachrichten und Kurse sein. Wer ambitioniert mit Aktien handelt, der muss auf dem Laufenden sein und will die notwendigen Informationen klar und übersichtlich präsentiert bekommen. Sie wollen ja auch keine Tageszeitung in Form eines Comics lesen, oder?

Je mehr Beratungsleistungen ein Broker anbietet, desto teurer ist er. Vergleichen Sie einfach die Preise Ihrer Hausbank mit denen eines Online-Discount-Brokers: Ihre Hausbank berechnet Ihnen die Kundenberatung von Angesicht zu Angesicht, indem Sie höhere Transaktionsgebühren verlangt als andere. Abseits von Beratung sollten Sie zumindest kurz den Kundenservice Ihres potenziellen Brokers prüfen. Lässt er sich nur per 0190-Telefonnummer erreichen, rate ich Ihnen ab. Eine reguläre Servicehotline können Sie einfach mal anrufen, um zu testen, ob und wie schnell sich jemand meldet.

Mein Tipp

Unabhängige und seriöse Finanzmagazine wie die „Rendite-Spezialisten“ erstellen Ihnen regelmäßig einen tabellarischen Überblick über den derzeit günstigsten Aktien-Broker. Zudem empfehle ich Ihnen zum besseren Verständnis meinen Artikel „Das müssen Sie über Ihr erstes Aktiendepot wissen!

Stefan Böhm
Bildquellen:
Antonioguillem - Fotolia.com, pfpgroup - Fotolia.com
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