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Chartanalyse: Unterstützung und Widerstand!

Markante Chartmarken als Orientierungshilfe!

Es gibt Kursmarken, die sind wichtiger als andere, denn sie entscheiden über die weitere Kursentwicklung. Diese Kursmarken werden Unterstützung (Support) und Widerstand (Resistance oder Resist) genannt. Dahinter verbirgt sich das Phänomen, dass der Kurs von Aktien oder anderen auf Märkten gehandelten Werten mehrfach an bestimmten Kursniveaus entweder nach oben (Unterstützung) oder nach unten (Widerstand) dreht. Es handelt sich um Zonen erhöhter Umsatztätigkeit, die den Abwärts- oder den Aufwärtstrend eines Kurses stoppen. Gelingt dies, dann spricht man davon, dass die Unterstützung oder der Widerstand bestätigt wurde.

Wie entstehen Unterstützung und Widerstand?

Die Existenz solcher signifikanter Kursniveaus findet ihre Erklärung darin, dass am Markt ein gewisser Konsens über die „faire“ Bewertungsspanne z.B. einer Aktie existiert, also ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage. In dieser Handelsspanne (Trading Range) kann es allerdings durchaus zu heftigen Kursschwankungen kommen. Wird der Widerstand oder die Unterstützung aber dauerhaft überwunden, so hat sich der Konsens über den fairen Preis der Aktie geändert.

Neben dieser fundamentalen Begründung ist natürlich auch die Psychologie nicht außer Acht zu lassen. Da viele Marktteilnehmer die Aktie zu Kursen in der Nähe des Widerstands verkauft, bzw. der Unterstützung gekauft haben, ist ein Über- oder Unterschreiten der jeweiligen Marken (Break) oft mit starken Kursbewegungen verbunden.

Wird z.B. ein Widerstandsbereich überwunden, so gewinnt die Nachfrage die Oberhand, da bereits viele potenzielle Verkäufer vor dem Überschreiten dieser Marke Verkäufe getätigt haben und wenig weiteres Verkaufsinteresse besteht. Das Überschreiten eines Widerstands ist daher als Kaufsignal zu werten. Umgekehrt ist der Bruch einer Unterstützung ein Verkaufssignal.

Chartanalyse Widerstand Unterstützung

Die Charttechnik in der Praxis

Für Unterstützungen und Widerstände gibt es keine eindeutigen Definitionen. Es lassen sich aber Faustregeln aufstellen!

Info

info Faustregel:

Je öfter eine Marke bestätigt wurde, desto aussagekräftiger ist sie und desto schwieriger ist es, diesen Bereich zu durchbrechen. Wird ein Widerstandsbereich überschritten, so erweist er sich bei wieder fallenden Kursen fortan als Unterstützung oder vice versa.

Nicht selten kommt es zu einer sogenannten „Pullback“Reaktion, bei der sich der Kurs wieder an die durchbrochene Linie annähert. Hiermit wird der Break als solcher noch einmal bestätigt. Pullbacks sind häufig eine gute Gelegenheit, „nachträglich“ auf das Chartsignal eines Breaks zu reagieren.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Man sollte sich bei der Definition von Unterstützungs- und Widerstandslinien jedoch nicht an eine exakte Linie festklammern, sondern vielmehr einen Bereich sehen, in dem sich der Widerstand oder die Unterstützung bewegen. Um Fehlsignale (sogenannte Bären- oder Bullenfallen) zu umgehen, sollte zudem ein signifikantes Unter- oder Überschreiten des jeweiligen Bereichs abgewartet werden.

Stefan Böhm
Bildquellen:
peshkov - Fotolia.com
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