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Die 4 wichtigsten Devisenpaare der Welt!

Diese Währungspaare müssen Sie kennen!

Zum Thema Devisen- und Forex-Trading erhalte ich mittlerweile von meinen Lesern und Leserinnen regelmäßig Zuschriften. Während sich viele Fragen um allgemeine Themen drehen, beschäftigen sich einige Anleger und Anlegerinnen bereits mit Details, die im Zusammenhang mit dem Devisenhandel stehen. Dies zeigt unter anderem eine Frage, die mich am vergangenen Dienstag erreicht hat. Sie lautet: „Ich würde gerne wissen, welche Devisenpaare am bekanntesten sind und am häufigsten gehandelt werden?“

Diese Frage ist auf jeden Fall berechtigt, denn grundsätzlich gibt es mehr als 200 Devisenpaare, die Sie als Trader am Markt handeln können. Allerdings sind es nur etwa sechs bis acht Devisenpaare, die über 85 Prozent des gesamten Handelsvol-umens ausmachen. Daher gehe ich im Folgenden etwas näher auf vier der am häufigsten gehandelten Währungspaare, an denen der Euro beteiligt ist, mit ihren jeweiligen Eigenschaften ein.

Das wichtigste Devisenpaar: Euro und Dollar (EUR/USD)

Euro Dollar (EUR/USD)

Seit Einführung des Euro kurz nach der Jahrtausendwende handelt es sich beim Währungspaar Euro/US-Dollar (EUR/USD) um das mit Abstand am häufigsten gehandelte Devisenpaar am Markt. Über 20 Prozent des gesamten Devisenhandels bezieht sich auf den Handel von EUR/USD - schließlich repräsentieren beide Währungen die größten Wirtschaftsräume der Welt, nämlich die USA und die Eurozone.

Auf die USA entfallen 15,8 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIPs), auf die Eurozone 11,9 Prozent. Lediglich China kann hier mithalten (17,1 Prozent des Welt-BIPs). Allerdings ist die Währung Chinas, der Renminbi/Yuan, nicht frei handelbar. Aktuell (Mitte 2016) notiert der Wechselkurs von Euro zu US-Dollar bei etwa 1,10 Dollar. Das heißt, Sie erhalten für einen Euro 1,10 US-Dollar. Das ist auf Sicht der letzten zehn Jahre ein niedriger Eurokurs.

Das zweitwichtigste Devisenpaar: Euro und Schweizer Franken (EUR/CHF)

Devisenpaar Euro Schweizer Franken (EUR/CHF)

Das Devisenpaar Euro/Schweizer Franken (EUR/CHF) wird zwar nicht ganz so häufig gehandelt wie das Währungspaar USD/CHF, nimmt aber dennoch einen größeren Anteil von über fünf Prozent am gesamten Devisenhandel ein. Der Schweizer Franken ist neben dem Euro und dem Britischen Pfund die wichtigste europäische Währung.

Der Franken gilt seit vielen Jahrzehnten als "Fluchtwährung". Das heißt, bei großen Krisen legen viele Anleger Geld in der Schweiz bzw. im Schweizer Franken an. Das war ganz ausgeprägt auch während der Finanzkrise 2008 und der Eurokrise ab 2011 der Fall. Das hat zur Folge, dass der Schweizer Franken bei globalen Krisen häufig an Wert gewinnt. Besonders wegen der Eurokrise steht der Wechselkurs des Euro zum Franken auch Mitte 2016 auf einem historisch niedrigen Niveau von etwa 1,10 Franken. Zur Erinnerung: Ein Rückgang des Wechselkurses EUR/CHF ist gleichzusetzen mit einer Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro.

Das drittwichtigste Devisenpaar: Euro und Britisches Pfund (EUR/GBP)

Euro Britisches Pfund EUR/GBP

Vor Einführung des Euro war das Britische Pfund neben der D-Mark und dem Schweiz-er Franken die wichtigste europäische Währung, was auch heute noch so ist. Auch hier sind es über fünf Prozent des gesamten Devisenhandels, die aus dem Handel des Devisenpaares Euro/Pfund (EUR/GBP) resultieren. Wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird, ist sicherlich aufgrund des anstehenden "Brexit" eine interessante Frage. Eine Besonderheit besteht beim Britischen Pfund darin, dass es sich um eine der ganz wenigen Währungen weltweit handelt, die "mehr wert ist" als der Euro. Für einen Euro bekommen Sie aktuell nämlich nur rund 0,83 Pfund. Das ist aber historisch bedingt und sagt nichts über den tatsächlichen Wert bzw. die Kaufkraft beider Währungen aus.

Das viertwichtigste Devisenpaar: Euro und Yen

Euro Yen EUR/JPY

Nach dem Währungspaar Euro/US-Dollar handelt sich beim Devisenpaar US-Dollar und Yen (USD/JPY) mit einem Anteil von über zwölf Prozent um das am häufigsten gehandelte Währungspaar weltweit. Aber auch das Paar Euro und Yen (EUR/JPY) gehört zu den zehn Währungspaaren, die am häufigsten gehandelt werden. Die japanische Wirtschaft zählt mit einem Anteil von 4,3 Prozent am Welt-BIP (Deutschland: 3,4 Prozent) zu den größten Währungsräumen der Welt. Derzeit bewegt sich der Kurs bei etwa 115 Yen je Euro.

Japan ist der wichtigsten Handelspartner und Konkurrenten Deutschlands bei Industrieprodukten, die Kursentwicklung des Yen hat daher auch für die deutsche Wirtschaft stets Konsequenzen. Die Kursentwicklung des Yen ist aber auch für die internationalen Finanzmärkte von großer Bedeutung, da japanische Anleger (Pensionsfonds und andere Investmentfonds) riesige Geldbeträge verwalten und diese international anlegen.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Sie können die weltweit mehr als 200 handelbaren Devisenpaaren in drei Gruppen einteilen:

  1. Majors (häufig gehandelte Währungspaare)
  2. Minors (mittleres Handelsvolumen)
  3. Exotics (exotische/seltene Währungen)

An den zehn weltweit am häufigsten gehandelten Devisenpaaren sind jeweils die fünf Währungen Euro, US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund und Japanischer Yen in Kombination miteinander beteiligt.

Stefan Böhm
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