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Das Sparbuch: Geldvernichtung mit Ansage!

Das Sparbuch hat in Zeiten der Niedrigzinsen ausgedient. Welche Alternativen gibt es?

Sie können sich sicher noch an Ihre Kindergeburtstage und die Diskussionen über das Geburtstagsgeld mit Ihren Eltern am Tag danach erinnern. Ich freute mich jedes Mal, wenn Oma endlich zum Nachmittagskaffee kam - natürlich nicht nur wegen Ihrem Geschenk. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir das Geschenk völlig egal war. So wie Kinder eben sind ;-)

Ich wusste jedes Jahr im Voraus, dass ich neben einem kleinen Hauptgeschenk auch wieder Süßigkeiten und ein bisschen Taschengeld bekommen werde. Omis pflegen schließlich Traditionen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich mit diesem Geld große Spielzeug-Pläne in die Realität umgesetzt. Aber diese Rechnung hatte ich ohne meine Eltern gemacht. "Das Geld kommt für Deine Zukunft auf das Sparbuch, Stefan. Du willst ja mal den Führerschein machen und später vielleicht studieren. Das kostet alles Geld!" - höre ich heute noch meine Eltern argumentieren.

Sie ahnen es, den "Kampf" um das Geburtstagsgeld habe ich jedes Jahr verloren. Im Nachhinein betrachtet aber berechtigterweise und heute bin ich derjenige, der seine Kinder dazu auffordert, Geld für die Zukunft zu sparen. Doch ich habe mich schon seit langer Zeit von meinem Sparbuch verabschiedet und habe auch keins für meine Kinder eröffnet. Warum?

Das Sparbuch war jahrelang eine der klassischsten Geldanlagen für viele Deutsche. Vor vielen Jahren waren die Zinsen bei einem Sparbuch auch noch verhältnismäßig attraktiv. Doch heute bieten Ihnen die meisten Banken für ein Sparbuch Zinsen nahe der Nulllinie. Rechnen Sie die Inflations-Rate von 2015 von 0,25 Prozent gegen, verlieren die zinslosen Einlagen real zunehmend mehr an Wert. Ich muss Sie leider enttäuschen - Besserung ist nicht in Sicht: Steigt nämlich die Inflations-Rate, was die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer lockeren Geldpolitik erreichen möchte, wird der reale Verlust für Sie durch klassisches Sparen noch größer. Das Sparbuch bleibt meiner Meinung nach also eine Geldvernichtung mit Ansage! Unter der Infografik nenne ich Ihnen acht Alternativen zum Sparbuch. Informieren Sie sich!

Sparbuch
www.boehms-dax-strategie.de
Unter Angabe von www.boehms-dax-strategie.de dürfen Sie die Grafik für eigene Zwecke nutzen.

Sparbuch-Alternative 1: Festgeld 

Das Festgeld ist im Vergleich zum klassischen Sparbuch weniger flexibel. Sie legen einen festen Betrag (häufig gibt die Bank eine Mindesteinlage vor) für einen bestimmten Zeitraum an. Möchten Sie Ihre Zinsen nicht gefährden, greifen Sie auf das Festgeld während dieses Zeitraums nicht zu. Als "Belohnung" erhalten Sie eine feste Verzinsung. Diese haben Sie ebenfalls vor der Einzahlung des Sparbetrags mit Ihrem Bankberater klar definiert.

Ihr Vorteil: Die Zinsen fallen bei einem Festgeld in der Regel deutlich höher aus als bei einem Sparbuch - vor allem wenn Sie das Geld für einen langen Zeitraum anlegen.

Aber: Ich rate Ihnen, sich nicht allzu lange zu binden. Mehr als 3 Jahre sind nicht ratsam. In der aktuellen Niedrigzins-Phase würde ich Ihnen sogar nur kürzere Zeiträume empfehlen. Ansonsten können Sie bei wieder steigenden Zinsen schwer zu einem lukrativeren Produkt wechseln. Ich empfehle Ihnen lange Laufzeiten von 3 Jahren und mehr nur dann, wenn Sie mit zukünftig fallenden Zinsen rechnen und sich einen guten Zinssatz dauerhaft sichern möchten.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Das Festgeld ist eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die über ein gewisses Guthaben verfügen, um etwaige Mindesteinlagen zu stellen.
  • ..., die längere Zeit nicht auf ihr Guthaben zugreifen müssen.
  • ..., die ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 2: Sparbrief

Sparbriefe sind im Gegensatz zum Sparbuch ebenfalls weniger flexibel, da ihnen eine gewisse Laufzeit zugrunde liegt. Allerdings können Sie auch hier mit einer höheren Verzinsung als beim Sparbuch rechnen. Die Verzinsung wird wie beim Festgeld im Vorfeld festgelegt und gilt für die gesamte Laufzeit. Sie können mit Ihrem Bankberater vereinbaren, ob die Bank die Zinsen erst am Ende der Laufzeit oder jeweils am Ende eines Jahres an Sie auszahlt. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie noch auf "abgezinste Sparbriefe" aufmerksam machen. Hierbei können Sie zu Beginn die erwarteten Zinsen von Ihrer Einlage abziehen und müssen somit weniger Geld einzahlen.

Wichtig: Achten Sie bei Sparbriefen unbedingt darauf, ob sie mit einer so genannten Nachrangabrede versehen sind. Entscheiden Sie sich für ein Angebot mit Nachrangabrede, gehen Sie bei Insolvenz der Bank im schlimmsten Fall leer aus. Ein Sparbrief ohne diese Nachrangabrede-Klausel bietet Ihnen also wichtige Sicherheit, da der Sparbrief dann der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt.

Meiner Meinung nach besitzen Sparbriefe keine Vorteile gegenüber Festgeld. Wenn Ihnen Ihre Bank bei einem Sparbrief keine höheren Zinsen bietet als bei Festgeld, dann sollten Sie eher zur Festgeldanlage greifen. Der Vorteil: Im Fall der Fälle können Sie Festgeld leichter vorzeitig kündigen, was aber natürlich auf Kosten der Rendite geht.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Der Sparbrief ist eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die über ein gewisses Guthaben verfügen.
  • ..., die längere Zeit nicht auf ihr Guthaben zugreifen müssen.
  • ..., die ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 3: Tagesgeld

Tagesgeld ist im Grunde das neue Sparbuch von heute. Es bietet Ihnen wie das Sparbuch viel Flexibilität, ist allerdings hinsichtlich Verzinsung meist etwas rentabler.

Aber: Ein Nachteil des Tagesgeldkontos gegenüber dem Festgeld ist, dass die Höhe der Zinsen nicht dauerhaft festgeschrieben ist. Sie kann sich somit auch zu Ihrem Nachteil ändern. Höchste Flexibilität und höchste Rentabilität passen in der Geldanlage-Welt eben leider nicht zusammen.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Das Tagesgeld ist eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die über ein gewisses Guthaben verfügen.
  • ..., die eine höhere Verzinsung als beim Sparbuch möchten.
  • ..., die flexibel sein möchten.
  • ..., die ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 4: Bundeswertpapiere

Wenn Sie Geld verleihen und dabei Gewinn erzielen möchten, sollten Sie sich einen Schuldner mit geringem Risiko eines Kreditausfalls, sprich der Zahlungsunfähigkeit, suchen. Wer kommt da für Sie infrage? Der deutsche Staat! Allerdings haben Beispiele wie Griechenland gezeigt, dass selbst ein Staat nicht vor Pleiten sicher ist. 

Die bekanntesten Bundes-Wertpapiere des deutschen Staats sind die Bundesanleihen. Wodurch zeichnen sich Bundesanleihen aus?

  • Sie haben eine Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren.
  • Sie lassen sich an der Börse verkaufen.
  • Sie bieten eine jährliche Zinszahlung zum festen Zins.

Des Weiteren existieren inflationsindexierte Bundes- Obligationen, Bundes-Wertpapiere, Bundesschatzanweisungen und unverzinsliche Schatzanweisungen. Der wichtigste Unterschied zu Bundesanleihen: Die Laufzeiten sind kürzer und gehen von 1 bis 5 Jahren.

Beachten Sie: Ob Bundesanleihen rentabel sind, hängt immer von der aktuellen Situation ab. Ist der Deutsche Staat beispielsweise gerade ein begehrter Schuldner, wovon viele Anleger profitieren möchten, sinken die Zinsen. Aktuell bieten Bundesanleihen nur sehr geringe Zinsen, für Laufzeiten von 5 Jahren oder weniger sind die Zinsen sogar negativ! Bundesanleihen sind daher derzeit nichts für Anleger, die nach Rendite suchen. Da können Sie Ihr Geld auch auf ein Festgeldkonto legen. Außerdem existiert bei Bundes-Wertpapieren wie auch bei allen anderen Anleihen das Risiko eines Kurs-Verlustes bei vorzeitigem Verkauf.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Bundeswertpapiere sind eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die ein überdurchschnittliches Sicherheitsbedürfnis haben.
  • ..., die am besten längere Zeit nicht auf ihr Guthaben zugreifen müssen.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 5: ETFs und ETF-Sparpläne

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Geld an der Börse anzulegen, oder zucken Sie bei diesem Gedanken intuitiv zusammen? Mich würde es nicht wundern, wenn Sie Spekulationen an der Börse lieber meiden, denn die meisten Deutschen haben nach wie vor Angst vor dem Trading. Obwohl ich selbst an der Börse handle, kann ich Ihre Ängste bzw. Zweifel nachvollziehen: Denn der Handel von Wertpapieren ist mit Chancen und Risiken verbunden, die es durch eine individuelle und professionelle Strategie auszugleichen gilt. Man muss sein Handwerk verstehen. Einfach mal loslegen oder Empfehlungen blind nachzuhandeln, wird Ihnen keinen Erfolg bringen.

Wenn Sie der Einstieg in die Börsenwelt reizt, aber Ihr Mut noch nicht allzu groß ist, empfehle ich Ihnen ETFs. Bei ETFs handelt es sich um eine Spezialform eines Fonds. ETFs werden an der Börse gehandelt. Sie zeichnen zumeist das Auf und Ab eines bestimmten Aktienindex nach. Es gibt auch ETFs, die Immobilienindizes sowie Anleiheindizes nachbilden. Das heißt, Sie können mit ETFs nicht nur in Aktien, sondern auch breit gestreut in Immobilien und Anleihen investieren.

Als ETF-Anleger müssen Sie sich nicht mit einzelnen Wertpapieren und deren Chancen und Risiken auseinandersetzen. Sie setzen hingegen darauf, dass die Aktienmärkte langfristig eine überdurchschnittliche Rendite abwerfen. Studien haben gezeigt, dass die Aktienanlage langfristig eine Rendite von circa 8 Prozent pro Jahr abwirft.

Ein ETF hilft Ihnen davon zu profitieren und streut für Sie dabei das Risiko bestmöglich, aber vor dem allgemeinen Auf und Ab an den Börsen sind Sie dennoch nicht geschützt. Deshalb sollten Sie ETFs sorgfältig auswählen. Am besten Sie greifen zu ETFs, die einen breit streuenden Aktienindex wie z.B. den MSCI World Index oder den Stoxx Europe 600 Index abbilden.

Ihre Vorteile gegenüber aktiv gemanagten Indexfonds: 

Sehen Sie sich hierzu am besten meine Infografik " ETFs vs. aktiv gemanagte Fonds" an.

Übrigens: Mit einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmäßig, indem Sie zum Beispiel monatlich einen bestimmten Betrag sparen.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

ETFs sind eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die sich für Anlagen am Aktienmarkt interessieren.
  • ..., die sich die Möglichkeit einer weit höheren Rendite als beim Sparbuch sichern möchten.
  • ..., die sich des Risikos zwischenzeitlicher Kursverluste bewusst sind.
  • ... die eine Ergänzung zu eher sicherheitsorientierten Anlagen wie z.B. Festgeld suchen.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 6: Fonds und Fonds-Sparpläne

Beim Thema Fonds (siehe Infografik: "Was ist ein Fonds?") müssen Sie zwischen geschlossenen und offenen Fonds unterscheiden. Ich erkläre Ihnen zuerst offene Fonds: Sie legen Geld an, indem Sie eine Investmentgesellschaft damit beauftragen, Ihr Geld zu investieren. Deshalb wird ein offener Fonds auch als offener Investmentfonds bezeichnet. 

Die Investmentgesellschaft verwendet aber nicht nur Ihr Geld, sondern das Geld zahlreicher anderer Anleger zur Investition in jeweils spezifische Anlagebereiche. Dieses Gesamtkapital wird dann zu einem Sondervermögen, dem sogenannten Investmentfonds. Bei einem offenen Fonds ist die Rückgabe der Fondsanteile jederzeit möglich. Die meisten Fonds verfügen über tägliche Liquidität. Was meine ich damit? Anleger können börsentäglich Fondsanteile kaufen oder zeichnen (siehe: "Was ist eine Zeichnung?") oder zurückgeben. Zusätzlich existieren Fonds mit wöchentlicher, monatlicher und jährlicher Liquidität.

Beispiele für offene Fonds sind Aktienfonds, ImmobilienfondsDachfonds und Rentenfonds. Bei einem Aktienfonds investieren Sie in Aktien oder Börsenindizes. Bei Immobilienfonds stehen Immobilien und Grundstücke im Fokus. Wenn das Alles so einfach zu erklären ist, dann investieren Sie bei einem Dachfonds sicher in Dächer oder? ;-) Nein, so einfach ist es dann leider doch nicht. Mit einem Dachfonds investieren Sie in andere Investmentfondsanteile und bei einem Rentenfonds investieren Sie in Anleihen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Aber wie wählen Sie den für Sie richtigen Fonds aus? Bei der Auswahl spielt immer Ihre persönliche Risikobereitschaft eine Rolle. Es gibt sowohl risikoarme als auch risikoreiche Fonds –Hedgefonds gelten beispielsweise als extrem risikoreich. Ebenso schwanken die Rendite-Chancen bei Fonds.

Mein Tipp

1. Investieren Sie in breit streuende Aktienfonds, die in der Vergangeneheit besser abgeschnitten haben als die Konkurrenz. Das ist zwar keine Garantie für die Zukunft, spricht aber für die Qualität des Fondsmanagements.

2. Meiden Sie Aktienfonds mit zu speziellem Anlagebereich, z.B. nur eine Branche oder ein Land. Das Risiko ist überdurchschnittlich hoch.

3. Setzen Sie für eine ausgewogenen Geldanlage am besten auch auf Immobilienfonds und auf Rentenfonds.

Stefan Böhm

Und was waren nun nochmal geschlossene Fonds? Bei geschlossenen Fonds gehen Sie eine unternehmerische Beteiligung mit vielfältigen Risiken ein. Sie können Ihre Anteile während der Laufzeit nicht zurückgeben. Geschlossene Immobilienfonds investieren z.B. zumeist nur in ein einzelnes Immobilienprojekt. Es ist naheliegend, dass Sie im Gegensatz zu offenen Immobilienfonds, die in viele Immobilien investieren, mit Ihrem Kapital dabei bleiben müssen, bis das Projekt abgeschlossen ist.

Übrigens: Wenn Sie regelmäßig gewisse Beträge in einen Fonds investieren, spricht man von einem Fonds-Sparplan. Rufen Sie in diesem Zusammenhang auch die Infografiken "7 enorm wichtige Tipps für Fonds-Gebühren" und "Was ist ein Fondsvermittler?" auf, um tiefer in die Thematik einzusteigen.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Fonds sind eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die sich für Anlagen in Aktien, Immobilien und Anleihen interessieren.
  • ..., die sich die Möglichkeit einer weit höheren Rendite als beim Sparbuch sichern möchten.
  • ..., die sich des Risikos zwischenzeitlicher Kursverluste bewusst sind.
  • ..., die eine Ergänzung zu eher sicherheitsorientierten Anlagen wie z.B. Festgeld suchen.
  • ..., die über das nötige Knowhow verfügen.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 7: Unternehmensanleihen

Mit einer Unternehmensanleihe erwerben Sie eine Schuldverschreibung eines Unternehmens. Als Gläubiger bringen Sie Kapital in dieses Unternehmen ein und erhalten dafür Zinsen. Nach Ablauf der Laufzeit erhalten Sie außerdem Ihr Kapital zurück - vorausgesetzt für das Unternehmen läuft wirtschaftlich kontinuierlich alles gut.

Unternehmensanleihen sind nicht risikofrei. Sie können im schlimmsten Fall einen Totalverlust erleiden. Umso wichtiger ist es, dass Sie vor einer Investition in Unternehmensanleihen Ratings (siehe: "Was sind Rating-Agenturen?") berücksichtigen.

Es gilt: Je besser das Rating, desto geringer das Risiko, aber desto niedriger auch die zu erwartende Rendite. Je schlechter das Rating, desto größer das Risiko, desto höher aber auch die Chance auf attraktive Zinsen. 

Im Idealfall verlassen Sie sich bei der Auswahl von Unternehmensanleihen aber nicht nur auf Ratings, sondern analysieren selbst das jeweilige Unternehmen und die allgemeine Wirtschaftslage. Je besser das Unternehmen finanziell dasteht und je erfolgreicher es auf seinem Markt ist, umso geringer ist das Risiko einer Pleite.

Mein Tipp

Sie können über ETFs in Indizes für Unternehmensanleihen investieren und so das Risiko auch in diesem Fall breit streuen.

Stefan Böhm
Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Unternehmensanleihen sind eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die sich die Möglichkeit einer weit höheren Rendite als beim Sparbuch sichern möchten.
  • ..., die sich des Risikos zwischenzeitlicher Kursverluste bewusst sind.
  • ..., die eine Ergänzung zu eher sicherheitsorientierten Anlagen wie z.B. Festgeld suchen.
  • ..., die über das nötige Knowhow verfügen.
  • ..., die unternehmerische und gesamtwirtschaftliche Prozesse selbst analysieren können.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

Sparbuch-Alternative 8: Aktien und Aktiensparpläne

Investieren Sie in Aktien, erwerben Sie einen Unternehmensanteil. Klingt gut? Ja, aber bedenken Sie, dass mit Aktien ein entsprechend hohes Risiko verbunden ist. Aktien können abstürzen und zu hohen Verlusten führen. Allerdings bieten sie ebenso attraktive Chancen auf Kursgewinne bei Kauf und Verkauf mit dem richtigen Timing sowie in Form möglicher Dividenden. Dividenden sind Zahlungen der Aktiengesellschaft aus Unternehmens-Gewinnen an ihre Aktionäre.

Doch wer in Aktien investiert, benötigt eine eigene Erfolgs-Strategie und das nötige Aktienwissen. Beispielsweise sollten Sie Ihr Risiko streuen und nicht nur in eine Aktie investieren. Des Weiteren sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Aktien bestimmte Aktien- und Unternehmenskennzahlen berücksichtigen (siehe: "Erfolgreiche Geldanlage trotz Niedrigzinsen").

Übrigens: Aktiensparpläne bieten Ihnen die Möglichkeit, mit einer relativ niedrigen Geldmenge in Aktien zu investieren. Sie können hierbei monatlich mit einer moderaten Sparrate Anteile erwerben. Die Chancen und Risiken eines Aktiensparplans unterscheiden sich aber nicht von denen eines Aktien-Kaufs und bedenken Sie: Risikostreuung ist auch bei einem Aktiensparplan das A und O.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Aktien sind eine gute Alternative für Sparbuch-Besitzer:

  • ..., die über das nötige Know-how verfügen.
  • ..., die unternehmerische und gesamtwirtschaftliche Prozesse selbst analysieren können.
  • ..., die wichtige Aktienkennzahlen korrekt interpretieren können.
  • ..., die sich durch Mut und hohe Risikobereitschaft auszeichnen.
  • ..., die eine höhere Verzinsung als beim Sparbuch möchten.
  • ..., die sich des Risikos zwischenzeitlicher Kursverluste bewusst sind.
  • ...., die sowohl kurzfristig als auch langfristig Geld anlegen möchten.
  • ..., die eine Ergänzung zu eher sicherheitsorientierten Anlagen wie z.B. Festgeld suchen.
Stefan Böhm
Wenig Zeit?

PUH, geschafft. Ich hoffe, ich habe Sie mit den Sparbuch-Alternativen nicht "erschlagen". Aber Sie sehen schon, dass Geldanlage ein sehr komplexes Thema ist. Hier nochmal die ersten Schritte für Sie:

  1. Beantworten Sie sich folgende Fragen: Wie viel Geld möchten Sie anlegen? Über welchen Zeitraum möchten Sie das Geld anlegen? Welche Rendite möchten Sie erzielen? Wie risikobereit sind Sie? Bevorzugen Sie eine feste oder flexible Geldanlage?
  2. Wenn Sie auf diese Fragen eine Antwort haben, aber im Geldanlage-Dschungel selbst keinen Durchblick finden, dann helfen Ihnen die Rendite-Spezialisten gerne dabei. 
  3. Sie müssen sich beispielsweise nicht zwischen Aktien und Tagesgeld entscheiden, sondern können Anlageformen durchaus nach Ihren Bedürfnissen mixen. Ich habe in meinem Depot z.B. 53% Aktien, 14% Edelmetalle, 13% Anleihen, 10% Fremdwährungen, 10% Cash (Tagesgeld + Festgeld). Die Prozentangaben dienen lediglich als Beispiel, damit Sie eine Vorstellung davon haben, welche Anlagen ich für mich am wichtigsten beurteile. Diese Verteilung fällt bei jedem Anleger je nach Risikoneigung anders aus. Die Prozentangaben in meinem Depot können sich außerdem je nach Markt- und Wirtschaftslage verringern bzw. vergrößern.

Bei Fragen können Sie mich natürlich jederzeit kontaktieren.

Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage,

Ihr Stefan Böhm

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