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Der Börsengang (IPO) eines Unternehmens

So starten Unternehmen an der Börse durch!

Unter einem Börsengang (IPO) versteht man das erstmalige Angebot der Aktien eines Unternehmens auf dem organisierten Kapitalmarkt. Einer der wichtigsten Gründe für einen Börsengang ist, dem Unternehmen durch Ausgabe von Aktien neue finanzielle Mittel zuzuführen. Mithilfe der nachfolgenden Infografik "Börsengang eines Unternehmens: So starten Unternehmen an der Börse durch" erkläre ich Ihnen den Ablauf eines Börsengangs in 10 Schritten.

Börsengang, Ipo
Unter Angabe von www.boehms-dax-strategie.de dürfen Sie die Grafik für eigene Zwecke nutzen.

Börsengang Schritt 1: Prüfung der Börsenreife

Zusammenfassung interner Unternehmensdaten und –zahlen

Branchen-, Produkt- und Wettbewerbsanalyse

Peer-Group-Vergleich mit schon börsennotierten Unternehmen

Aktuelles Börsenumfeld, Trends und Bewertungen

Unternehmensbewertungen nach verschiedenen Methoden

Stärken-Schwächen-Analyse

Börsengang Schritt 2: Auswahl der Emissionsbanken & Festlegung der Transaktionsstruktur

Alt-Aktionäre führen mit verschiedenen Banken Gespräche über die Ziele des Unternehmens (u.a. Businesspläne, Factbooks etc.).

Beauty Contest: Die Emissionsabteilungen der Banken bewerben sich um die Begleitung des Börsenganges.

Nach Abschluss der Verhandlungen beauftragen die Altaktionäre eine Bank als Konsortialführer. An der Emission werden in der Regel aber noch weitere Banken beteiligt.

Mit allen beteiligten Konsortialbanken wird die Transaktionsstruktur des Börsenganges festgelegt (z.B. Abschätzung des Investorenkreis hinsichtlich geografischer Herkunft).

Börsengang Schritt 3: Darstellung des Unternehmens

Die Bank lässt die rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Gegebenheiten des Unternehmens auf Risiken und Potentiale untersuchen (Due-Diligence-Prüfung)

Börsengang Schritt 4: Erstellung erster Finanzanalysen

Die Konsortialbanken erstellen mithilfe ihrer unabhängigen Analysten Finanzstudien (Research-Reports), um die Marktstellung und das Marktpotential des Unternehmens zu beschreiben (hierzu zählen u.a.: Historie des Unternehmens, Wettbewerbsanalyse, Discounted Cash-Flow Analyse, Chancen- u. Risikoabschätzung etc.).

Börsengang Schritt 5: IPO-Kommunikation

Ziel der IPO-Kommunikation ist es, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens am Kapitalmarkt zu steigern. Demnach werden alle notwendigen Fakten an wichtige Medienvertreter und sonstige Interessenten kommuniziert. Damit erreicht das Unternehmen eine positive Medienpräsenz, die von privaten sowie institutionellen Analysten und Investoren genutzt wird. Durch eine erfolgreiche IPO-Kommunikation werden die Platzierungschancen erhöht und die Höhe des Platzierungspreises wird positiv beeinflusst.

Börsengang Schritt 6: Roadshow und Bookbuilding

Unter Vorstellung der Equity Story und der Research Reports versuchen die Banken zunächst in der sogenannten Pre-Marketing-Phase, institutionelle Anleger für die Abnahme von Aktien aus dem Emissionsvolumen zu interessieren. In der nun folgenden Bookbuilding-Phase werden diese Bemühungen, meist gemeinsam mit den Vorstands-Mitgliedern des Unternehmens, dessen Aktien emittiert werden sollen, in Road-Shows intensiviert und das Interesse möglicher Abnehmer ausgewertet.

Börsengang Schritt 7: Festlegung des Emissionspreises

In der Regel wird zum Ende der Roadshow von den Banken die sogenannte Preisspanne (Bandbreite, innerhalb derer der Emissionspreis mutmaßlich festgelegt wird) verkündet. Alternativ bestimmen Banken auch einen sogenannten Festpreis oder Emissionspreis durch ein Auktionsverfahren.

Börsengang Schritt 8: Zeichnung und Zuteilung der Wertpapiere

Nach Verkündung der Preisspanne werden die Aktien in der Zeichnungsfrist öffentlich zur Zeichnung angeboten, wobei sich die interessierten potentiellen Abnehmer verpflichtend dahingehend festlegen, wie viele Aktien sie zu welchem Maximalpreis erwerben möchten.

Börsengang Schritt 9: Listing & Settlement

Nachdem die Order-Bücher geschlossen wurden, erfolgt die Zuteilung der Aktien und die endgültige Festlegung des Emissionspreises, sofern dieses nicht bereits vorher geschehen ist. Dieser Preis muss dann entsprechend im Börsenprospekt nachgetragen werden. Dann werden die Aktien in das Handelsregister eingetragen. Ist dies geschehen und existiert ein entsprechend abschließend genehmigter Wertpapier-Prospekt, kann der Börsenstart erfolgen.

Börsengang Schritt 10: After-Market / Kurspflege / Ongoing-Investor Relations

Nach dem Börsengang darf kein "Informationsloch" entstehen. Es müssen immer wieder neue Analysten und Investoren für das Unternehmen gewonnen werden. Neben den Pflicht-Veröffentlichungen wie z.B. Quartalsberichten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, neue Analysten und Finanzjournalisten anzusprechen.

Ob ein Börsengang erfolgreich war, zeigt sich innerhalb des ersten laufenden Börsenjahres: Das Unternehmen wird in der Regel von Zeitschriften in sogenannten Rennlisten geführt. Somit bleibt die Aktien-Performance für ein Jahr transparent.

Sollten Sie noch Fragen auf dem Herzen haben, schreiben Sie mir gerne!

Ihr Stefan Böhm

P.S. Informieren Sie sich gleich im Anschluss über die Vor- und Nachteile eines Börsengangs!

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