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Optionsscheine-Erklärung für Einsteiger

Was sind Optionsscheine?

„Ich habe in der Zeitung gelesen, dass man mit Derivaten in kurzer Zeit viel Geld ver-dienen kann. Daher würde mich interessier-en, worum es sich bei Optionsscheinen handelt und worin der Unterschied zwischen Call- und Put-Optionsscheinen besteht?“ Gerne beantworte ich die Frage einer meiner treuen Leserinnen und selbstverständlich auch Ihnen, denn das Thema Optionsscheine interessiert zunehmend mehr Anleger, die bisher mit Derivaten, zu denen Options-scheine wie auch z.B. Hebelzertifikate zählen, nichts zu tun hatten. Los geht's!

Optionsscheine-Definition

Bei Optionsscheinen handelt es sich um Rechte, die der jeweilige Inhaber ausüben kann. Vereinfacht dargestellt erwerben Sie mit jedem Optionsschein entweder das Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel eine Aktie) bis zu einem bestim-mten Termin zu kaufen oder diesen Basiswert zu verkaufen.

Ganz wichtig und für die meisten Anleger entscheidend: Optionsscheine arbeiten mit sogenannten Hebeln. Dies führt dazu, dass bei einem Kursgewinn des Basis-wertes von beispielsweise zwei Prozent der Wert des Optionsscheins überpropor-tional steigt bzw. fällt (je nach Call oder Put), beispielsweise um acht Prozent. Das wäre ein Hebel von 4, allerdings kann der Hebel auch sehr viel höher liegen.

Info

info Beachten Sie:

Per Definition handelt es sich bei Optionsscheinen, die übrigens in der Fachsprache auch als Warrants bezeichnet werden, um als Wertpapiere gestaltete Optionen. Dabei verbriefen Optionsscheine das Recht, auf der Grundlage eines bestimmten Bezugsverhältnisses einen Basiswert zu erwerben oder zu verkaufen. Ausübungspreis und die sogenannte Bezugsfrist sind in dem Zusammenhang ebenfalls festgelegt. Die Spekulation mit Optionsscheinen ist äußerst risikoreich, denn Sie können dabei auch Ihr gesamtes eingesetztes Kapital verlieren.

Optionsscheine Call und Optionsscheine Put

Bei Optionsscheinen haben Sie das Recht, beispielsweise eine Aktie zu kaufen oder zu verkaufen. Daher werden die Optionsscheine in zwei große Gruppen eingeteilt, nämlich einerseits in Call- und anderseits in Put-Optionsscheine:

  1. Bei einem Call-Optionsschein haben Sie die Möglichkeit, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu erwerben. Somit spekulieren Sie in diesem Fall auf steigende Kurse, denn dann würde auch der Preis des Optionsscheins ansteigen.
  2. Das Gegenteil ist ein Put-Optionsschein, der Ihnen das Recht verbrieft, den Basiswert zu einem ebenfalls definierten Kurs bzw. Preis zu verkaufen. In diesem Fall spekulieren Sie darauf, dass der Kurs des Basiswertes zukünftig fallen wird.

Optionsscheine: DAX als Beispiel

Zu den am häufigsten gehandelten Optionsscheinen gehören jene, die den Deutschen Aktienindex (DAX) als Basiswert beinhalten. Falls Sie davon ausgehen, dass der DAX zukünftig steigen wird, sollten Sie sich für einen Call-Optionsschein entscheiden. Der Call-Optionsschein hat ein Bezugsverhältnis von 1 zu 100, berechtigt Sie also zum Erwerb von einem Hundertstel des DAX. Der Ausübungspreis liegt in unserem Beispiel bei 10.300 Punkten.

Kaufen Sie diesen DAX-Call-Optionsschein beispielsweise beim DAX-Stand von 10.100 Punkten und steigt der DAX dann in den kommenden Wochen auf 10.500 Punkte, so würden Sie mit dem Optionsschein einen Gewinn erzielen. Während der DAX in diesem Fall um knapp vier Prozent gestiegen ist, hat Ihr Optionsschein unter Umständen prozentual sehr viel stärker zugelegt. Bei einem Hebel von z.B. 10 hätte Ihr Gewinn 40 Prozent betragen. Sollte der DAX allerdings fallen, müssen Sie - zumindest vorübergehend - Verluste verbuchen.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Optionsscheine sind äußerst spekulativ, wobei dem hohen Verlustrisiko allerdings auch eine gute Chance auf schnelle Gewinne in kurzer Zeit gegenübersteht. Allerdings gebe ich Ihnen 3 wichtige Praxistipps mit auf den Weg:

  1. Investieren Sie nur einen sehr kleinen Teil Ihres Kapitals in Optionsscheine. Maximal sollten es fünf bis zehn Prozent sein.
  2. Außerdem sollten Sie jede Optionsschein-Position mit einer Stop-Loss-Marke versehen.
  3. Und: Lassen Sie sich von einem hohen Hebel nicht blenden. Wählen Sie gerade am Anfang lieber Optionsscheine mit relativ niedrigem Hebel, bei Optionsscheinen auf den DAX wäre z.B. ein Hebel von 3 bis 5 am Anfang völlig ausreichend.

Informieren Sie sich vor dem ersten Optionsscheinkauf möglichst umfangreich zu diesem Thema. Lesen Sie nach dieser Einführung z.B. den Beitrag "Optionsscheine: nicht so kompliziert, wie es scheint!" in meiner Börsenschule. Stellen Sie mir gerne persönlich Fragen via Mail oder Facebook. Ich besitze mehr als 25 Jahre Erfahrung mit Optionsscheinen.

Stefan Böhm
Bildquellen:
Zoran Milic - Fotolia.com
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