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Indexzertifikate vs. ETFs

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Indexzertifikat und einem ETF?

Mittlerweile können Sie sowohl mit börsennotierten ETFs (Exchange Traded Fund bzw. Indexfonds), als auch mit Indexzertifikaten auf alle gängigen Aktienindizes rund um den Globus setzen, egal ob diese Länder oder Branchen als Basis haben. Bevor Sie sich für eine der beiden Varianten entscheiden, sollten Sie sich über die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede im Klaren sein. Beginnen wir mit einem Blick auf die Gemeinsamkeiten.

Indexzertifikate und ETFs: Die Gemeinsamkeiten

Im Gegensatz zu einem Fonds ist ein Zertifikat ein spezielle Form der Schuldverschreibung, nämlich eine Inhaberschuldverschreibung. Ein Zertifikat wird von einer Bank herausgegeben und bildet die Wertentwicklung anderer Finanzprodukte nach. Bei einem Indexzertifikat ist ein bestimmter Index - zum Beispiel der DAX, der US-amerikanisch Dow Jones Industrial oder der MSCI World - der Basiswert. Der Wert des Zertifikats entwickelt sich analog des Indexes, spiegelt dessen Kursentwicklung folglich 1:1 wider.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsennotierte Fonds, die ebenfalls einen bestimmten Index abbilden. Damit ist auch hier wie beim Indexzertifikat gewährleistet, dass sich die Performance des Fonds immer parallel zum Index entwickelt.

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info Wussten Sie schon?

Beide Produkte können Sie an der Börse kaufen und verkaufen. Allerdings haben Sie bei Indexzertifikaten auch die Möglichkeit, diese direkt mit der emittierenden Bank zu handeln.

Indexzertifikate und ETFs: Die Unterschiede

Ein sehr wichtiger Punkt – gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten – ist das Emittentenrisiko. Da es sich bei Indexzertifikaten genauso wie bei Anleihen um Schuldverschreibungen handelt, ist die Bonität ein wichtiges Kriterium für die Anlageentscheidung. Im Falle einer Pleite des Emittenten würden die Papiere wertlos verfallen. Die Erfahrung aus der Lehman-Pleite sitzt noch tief: Damals verloren rund 50.000 Anleger einen Großteil ihres Geldes, weil ihre Lehman-Zertifikate gemeinsam mit der Bank Schiffbruch erlitten.

Anders ist es bei ETFs. Wie klassische Investmentfonds bilden Exchange Traded Funds Sondervermögen der Fondsgesellschaft. Das heißt, dass das Vermögen eines ETFs vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt ist. Auch im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft bleibt es Ihnen erhalten. Ihre Fondsanteile fallen also im Falles des Falles nicht in die Insolvenzmasse.

Ein weiterer wichtiger Unterschied sind die Kosten: Die Kosten für Sie als Anleger sind bei einem Indexzertifikat im Gegensatz zu einem ETF etwas geringer, da hier keine Verwaltung notwendig ist. Damit haben Privatanleger bei einem DAX-Zertifikat also die Möglichkeit, von der Wertentwicklung des DAX zu profitieren, ohne dafür Verwaltungsgebühren zahlen zu müssen.

Auch sonst sind Indexzertifikate in Sachen Kosten häufig unschlagbar: Bei den meisten Zertifikaten auf den DAX gibt es zwischen An- und Verkaufspreis (Geldkurs und Briefkurs) keinen Unterschied. Der sogenannte Spread beträgt folglich null. Eine jährliche Gebühr fällt bei DAX-Indexzertifikaten normalerweise auch nicht an. Auch bei Zertifikaten auf andere Indizes ist der Spread meist gering.

Die Gesamtkostenquote (TER) bei einem DAX-ETF liegt dagegen zurzeit bei etwa 0,08 bis 0,16 Prozent pro Jahr. Das ist verglichen mit einem aktiv gemanagten Fonds zwar ebenfalls nicht viel, aber doch mehr als bei einem Indexzertifikat.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Ob Sie als Anleger eher zu Zertifikaten oder ETFs greifen sollten, lässt sich schwer pauschal beantworten: Es ist Geschmackssache, ob ein Anleger lieber in Indexfonds oder in ETFs investiert. Ob ihm also die Sicherheit des Sondervermögens beim ETF oder der Kostenvorteil des Zertifikats wichtiger ist.

Indexzertifikate und Indexfonds (ETFs) sind sich sehr ähnlich, beispielsweise bei der Möglichkeit, breit gestreut in Aktien-, Renten- oder Rohstoffmärkte zu investieren. Allerdings ist das Universum bei Indexzertifikaten viel größer als bei ETFs. Dafür bieten Indexfonds als Sondervermögen mehr Sicherheit.

Mein Tipp für Sie: Bei kurzfristigen Anlagen können Sie durchaus auf Indexzertifikate setzen, bei langfristigen Anlagen z.B. für die Altersvorsorge sollten Sie ETFs den Vorzug geben.

Stefan Böhm
Bildquellen:
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