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Dispokredit – Achtung, Schuldenfalle!

Wo liegt der Dispozins aktuell?

11 Prozent Zinsen, sichere Rendite - von so einer Anlagemöglichkeit träumst nicht nur Du! Die Banken träumen allerdings nicht, sie haben sich so ein Modell längst geschaffen und das auf Deine Kosten: Im Schnitt betragen die Zinsen 11 Prozent auf Dispositionskredite. Im ländlichen Raum sogar bis zu 15. Wahnsinn! Die Banken betreiben Wucher und der Gesetzgeber versäumt es, Dich als Verbraucher vor diesem Wucher zu schützen. Ein NoGo!

Warum sind die Dispokredit Zinsen so hoch?

Schon klar - das Geschäft der Banken, speziell der Genossenschaftsbanken und Sparkassen, ist angesichts der Mini-Zinsen dieser Tage schwierig. Jetzt versuchen die Institute, sich die anderswo weggefallenen Einnahmen per Dispokredit-Zins zurückzuholen. Ihre Begründung lautet: "Wir müssen uns vor Ausfällen schützen."

Natürlich muss sich jeder schützen, der mit hohen Ausfallraten rechnet. Aber doch nicht auf Deine Kosten als Kunde! Meiner Meinung nach ist hier dringend der Gesetzgeber gefordert, um beispielsweise eine Dispokredit-Zinsen-Obergrenze festzuschreiben. Nur so nimmt der Wucher ein Ende!

Denn mancher Verbraucher hat nicht die Wahl. Wer knapp kalkulieren muss, wem die Ausgaben das Einkommen wegfressen, bei dem reicht das Geld auf dem Konto unter Umständen nur bis zum 25. des Monats. Jeder fünfte Deutsche überzieht nach einer Statistik des Handelsblatts sein Konto und ich weigere mich anzunehmen, dass die Mehrheit dieser Menschen wegen unsinniger oder übertriebener Konsumausgaben in den Dispo rutscht. 

Wie kommst Du aus einem Dispositionskredit raus?

Wenn Du mehr als 11 Prozent für Deinen Dispo bezahlst, dann wechsle die Bank! Mehr als elf ist schlichtweg zu viel. Ich empfehle Dir, Dich auch bei Online-Banken umzuschauen. Dort sind die Dispozinsen immer noch hoch, aber in einigen Fällen deutlich günstiger als offline - teilweise unter 7 Prozent. Wenn Du aus dem Dispo gar nicht mehr herauskommst, dann versuche umzuschulden. Mit einer fairen Bank kannst Du einen Ratenkredit vereinbaren, der Dir hilft, erst einmal wieder ins Haben zu kommen. So fressen Dich die Dispozinsen nicht auf!

So schützt Du Dich vor einem Dispo! 

Am besten ist es natürlich, gar nicht erst in die roten Zahlen zu geraten. Wenn es bei Dir stets knapp ist, dann mach Dir ein möglichst genaues Bild von Deinen Ausgaben und Einnahmen. Führe zum Beispiel ein Haushaltsbuch, das Dir hilft, den Überblick zu behalten. Dann siehst Du leichter, ob Du manche Dinge besser koordinieren und vielleicht die eine oder andere Ausgabe streichen kannst. 

Kaufe keine Konsumartikel, wenn der Kauf Deinen Dispo tangiert, denn das wird teuer. Und wenn der Kauf doch unbedingt sein muss, dann denke über einen Konsumkredit nach (ausnahmsweise, ich bin kein Fan davon). Beim Media-Markt zu 0 Prozent einen Konsumkredit in Anspruch zu nehmen, ist immer noch besser, als bei der Bank 11 Prozent abzudrücken. Oder siehst Du das ganz anders als ich?

Mein Tipp

Zum Abschluss des Themas empfehle ich Dir den Artikel "7 Tipps, wie Sie der Schuldenfalle entkommen"!

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Geldanlage.

Wir sehen uns, Du mich auf jeden Fall.

Dein Lars Erichsen

Lars Erichsen
Bildquellen:
Schlierner - Fotolia.com
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