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Drohen Deutschlands Ökonomie japanische Verhältnisse?

Wie steht es um die deutsche Wirtschaft?

Ob es nun um das Wetter geht oder um Aktienkurse: Vorhersagen sind schwierig! Aber wenn Du Dich fragst, wie es in 10 bis 15 Jahren um die deutsche Wirtschaft bestellt sein mag, dann gibt es doch einen recht guten Indikator, der Dir einen Blick in die Zukunft erlaubt: Japan! Warum?

Zum einen ähnelt die Demografie Japans der Deutschlands. Zum anderen kämpft das Land seit den 90er Jahren mit einer Immobilien- und Finanzkrise - so wie die westlichen Länder. Last but not least: Japans Notenbank hat daraufhin genauso wie die EZB reagiert und die Zinsen gesenkt..

Wenn Du die aktuelle Lage Japans betrachtest, solltest Du Dir hinsichtlich der Zukunft Deutschlands ernste Gedanken machen. Ich will aber gar nicht zu viel negative Stimmung hineinbringen, denn jede Schattenseite kann auch etwas Positives besitzen. So können wir ja anhand der japanischen Krise analysieren, was dort funktioniert hat und was nicht, um es besser zu machen. Leider scheint es aber häufig so, als würde Europa nur nachmachen, ohne zu analysieren und dabei Erfolg und Misserfolg zu unterscheiden.

Meine Analyse zur Bevölkerungsentwicklung Deutschlands

Die Demografie Deutschlands ähnelt der Japans, die Bevölkerungen beider Länder werden immer älter. Im Jahr 2040 werden die 65-80-Jährigen in Deutschland die größte Bevölkerungsgruppe stellen. Was sich zumindest auf die Arbeitslosenquote positiv auswirken mag: Japan hat heute rund drei Prozent Arbeitslose. Aber wahrscheinlich bedingt diese Zahl, dass das Land von einem Boom nicht profitieren könnte. Es gibt schlicht nicht genügend potenzielle Arbeitnehmer, die die Extra-Arbeit in Boomzeiten erledigen könnten.

Warum geht es Japan so schlecht?

Seit den 90er-Jahren bewegt sich die japanische Wirtschaft zwischen Mini-Wachstum und Deflation. Dass das Land nach 20 Jahren der Stagnation nicht komplett in die Krise gerutscht ist, liegt an seinem speziellen, in vielen Segmenten isolierten Markt. Die Japaner versorgen sich selbst. Von Importen sind sie weniger abhängig als andere, während der Export von der Krise im Land bislang kaum berührt war. Aber hätte eine Krise anderswo auf der Welt den japanischen Export getroffen, wäre es für Japan schwer geworden, sich davon zu erholen.

Wie geht es für Japan weiter?

Japan braucht Konsum, daher die Niedrigzinspolitik der japanischen Notenbank. Aber diese Politik hat bislang nicht funktioniert. Der Japaner bringt sein Geld lieber ins Ausland und legt es dort an, anstatt auf dem japanischen Markt zu konsumieren. Weil es in Japan nicht funktioniert, wundert mich, dass die EZB auf das gleiche Rezept setzt. 

Wahrscheinlich übersteigt es die Vorstellungskraft von Notenbank-Chefs, dass etwas von ihnen Beschlossenes nicht schlau sein könnte. An Japans und Europas Beispiel mag sich zeigen, dass eine nicht weisungsgebundene, autonome Notenbank nicht immer ein ideales Modell ist. Ein bisschen mehr Out-of-the-box-Denken täte beiden Instituten gut. Oder wie denkst Du darüber?

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Natürlich ist auch in Japan längst das Modell „Helikoptergeld“ aufgepoppt und noch nicht endgültig beerdigt. Was ich von diesem Konzept halte, darüber informiere Dich in meinem Extra-Video zum Helikoptergeld

Aus europäischer Sicht wäre es allemal interessant zu sehen, was passiert, wenn über Japan Geld abgeworfen und die Bevölkerung zum Konsum gezwungen wird. Auch beim Helikoptergeld könnte Japan uns als Beispiel dafür dienen, wie es nicht funktioniert.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Geldanlage.

Wir sehen uns, Du mich auf jeden Fall.

Dein Lars Erichsen

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
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