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Negativzinsen: Ist Dein Geld in Gefahr?

Ist Vermögensaufbau trotz Minuszinsen noch möglich?

Negativzinsen, Du hast sicher in den vergangenen Monaten darüber in den Nachrichten gehört. Negative Zinsen sind ein Phänomen, an das man in der Vergangenheit niemals einen Gedanken verschwendet hätte. Aber wie entstehen eigentlich Negativzinsen? Das kann ich Dir ganz einfach erklären: Die Notenbanken haben den Zinssatz so weit gesenkt, weil sie sich damit positive Effekte für die Konjunktur erhoffen. Der Verbraucher - also Du und ich - soll fleißig konsumieren und der Unternehmer soll investieren.

Negative Zinsen: Unterschied zwischen Leitzins und Einlagenzinssatz

Um die Ursache für die Negativzinsen näher zu beleuchten, muss ich Dir zunächst den wesentlichen Unterschied zwischen Leitzins und Einlagenzinssatz erklären:

  • Der Leitzins ist der Zinssatz, den Banken und andere Kreditinstitute zahlen, wenn sie sich Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen. Der Leitzins wurde kontinuierlich gesenkt. Von zuletzt 0,05 Prozent auf 0,0 Prozent.
  • Der Einlagenzins wiederum ist der Zinssatz, den Kreditinstitute erhalten, wenn sie – meist kurzfristig – Geld bei der Zentralbank parken. Dieser ist bereits im Minus und liegt aktuell bei minus 0,3 Prozent. 

Aber warum sollten die Banken ihr Geld dann noch bei der EZB parken? Gute Frage, klare Antwort: Gar nicht! Das ist das Ziel, das hinter dieser Geldpolitik steckt. Die Banken sollen ihr Geld nicht bei der EZB parken, sondern es für Kredite an Privatkunden und Unternehmen verwenden.

Negativzins in der Praxis

Was aber bedeutet die derzeitige Geldmarktpolitik konkret für Dich? Kann Dir genau das passieren, was für die Geschäftsbanken schon Realität ist? Nämlich negative Zinsen auf Deinem Sparbuch? Lass' uns gemeinsam ein Beispiel durchdenken.

Info

info Beispiel

Du hast 10.000 Euro und legst diese bei Deiner Hausbank an. Jetzt senkt die Bank den Guthabenzins auf minus ein Prozent im Jahr ab. Was heißt das für Dich? Richtig, Du bezahlst der Bank im Jahr 100 Euro dafür, dass Du ihr Dein Geld sozusagen leihst. Verkehrte Welt, oder?!

Die Finanzwelt ist ziemlich komplex und die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass auch Unerwartetes passieren kann. Aber ich glaube nicht daran, dass Dich als privater Sparer ein Negativzins bei Deiner Bank erwartet. 

Denn mal ehrlich, was würde passieren, wenn Deine Bank Dir auf einmal mitteilt, Du bekommst jetzt keine Zinsen mehr, sondern musst noch welche zahlen? Ganz klar, Du hebst Dein Geld ganz schnell ab. Und mit Dir würden das Millionen andere Menschen tun. Es gibt einen Bankenrun. Und ein solcher kann eine Volkswirtschaft ganz schön ins Wanken bringen.

Anders sähe es sicher aus, wenn das in den Medien viel zitierte Bargeldverbot wirklich kommt. Dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Negativzinsen in Kauf nehmen oder schnell das ganze Geld ausgeben. Aber über dieses Thema spreche ich mit Dir in einem anderen Beitrag. Hier findest Du mein Video zum Bargeldverbot.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Negativzinsen sind ein Phänomen, mit dem Du Dich als Privatanleger glücklicherweise nicht befassen musst. Und sollte es dennoch einmal dazu kommen, dass Deine Bank Dir auf einmal minus 1 Prozent auf Deine Spareinlagen „anbietet“, gibt es noch zahlreiche Alternativen wie zum Beispiel Tagesgeldkonto

7 weitere Alternativen erfährst Du in dem spannenden Artikel "Sparbuch: Geldvernichtung mit Kampfansage!".

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Geldanlage.

Wir sehen uns, Du mich auf jeden Fall.

Dein Lars Erichsen

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
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stokkete - Fotolia.com
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