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Währungsreform als Mittel der Entschuldung?

Rettet eine Währungsreform Deutschland vor der Pleite?

Vorab: Dieses Video basiert auf meinem vorherigen Video „Steht Deutschland vor der Pleite“, das als Grundlage dient.

Eine Währungsreform ist das krasseste Mittel der Entschuldung. Sie kam in der Vergangenheit immer dann zum Einsatz, wenn es keinen Ausgang mehr gab. Wenn ein Staat sich also nicht durch Steuereinnahmen refinanzieren konnte.

Das letzte Mal gab es 1948 bei uns in Deutschland eine Währungsreform. Klar, Volkswirte werden jetzt einwerfen, dass wir ja nun zwischendurch auch noch den Euro bekommen haben. Stimmt, aber den klammere ich jetzt mal aus. In diesem Video beschäftige ich mich ausschließlich mit den Nachteilen einer Währungsreform, also einem harten Einschnitt, gegen den wir uns nicht wehren können. Und für uns als Exportnation war der Euro definitiv ein Glücksfall.

Die Währungsreform von 1948

Für einen Blick in die Zukunft sollten wir einen Blick in die Vergangenheit werfen. 1948 stand Deutschland als alleiniger Kriegsverlierer da und war total pleite. Jetzt wurden erst einmal die Sparkonten rasiert. Für 100 Reichsmark erhielt man 5 DM und später noch einen Nachschlag von 1,50 DM. Das entspricht in etwa einer Enteignung von 40 Prozent. Rechnet man jetzt noch die Inflation seit 1923 hinzu, dann waren Geldwerte nun rund 94 Prozent weniger wert nach 25 Jahren. Allerdings wurden die Schulden nicht in gleichem Maße gesenkt. Aus 100 Reichsmark Schulden wurden 10 DM Schulden. Das war eine ziemlich direkte Bankensubvention.

Wie wahrscheinlich ist eine Währungsreform in Deutschland?

Ziemlich unwahrscheinlich! Denn Kapital ist heute viel flüchtiger als damals. Innerhalb von Millisekunden kann ich mein Kapital in Yen oder Dollar verschieben. Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass Deutschland 1948 als Kriegsverlierer dastand. Die Vorzeichen sind heute komplett anders.

Außerdem ist eine Währungsreform im Alleingang heute unmöglich. Deutschland agiert global und befindet sich in einer Währungsunion. Wenn ein Politiker wagen würde, das Wort „Währungsreform“ auch nur in den Mund zu nehmen, wäre das Kapital von jetzt auf sofort abgezogen.

Das kann man auch am Beispiel Griechenland sehen. Wir haben eine starke Euro-Zone im Norden und eine schwache im Süden, insbesondere in Griechenland. Hätte Griechenland noch die Drachme, wäre eine Geldentwertung samt daraus resultierendem Aufschwung möglich. Das ist mit dem Euro nicht drin.

Warnzeichen für eine Währungsreform

Ich betone noch einmal, dass wir aus meiner Sicht nicht vor einer Währungsreform stehen. Aber ein potentielles Warnzeichen wäre die Verknüpfung von Währungsräumen. Also zum Beispiel eine Kopplung des Euros mit dem Dollar. Sobald die seriöse Berichterstattung in diese Richtung geht, solltest Du hellhörig werden. Schon dann, wenn eine solche Diskussion beginnt. Denn in letzter Konsequenz gibt es für Dein Kapital keine Fluchtmöglichkeit mehr.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Eine Währungsreform wie 1948 ist so kaum möglich. Beachte die Warnzeichen in Richtung Kopplung von Währungen und Währungsräumen. Die großen Verlierer einer jeden Währungsreform: Sparer, die in Geldwerte investiert haben. Girokonten, Festgeldkonten, Lebensversicherungen sind dann futsch. Sachwerte sind den Geldwerten bei einer Währungsreform überlegen.

Am besten abgeschnitten bei der letzten Währungsreform haben Aktien. Gefolgt von Edelmetallen, also Silber und Gold und auch Immobilien waren allemal sicherer als Geldwerte.

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
Bildquellen:
www.lars-erichsen.de
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