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Ist Geld in ETFs dummes Geld – wirklich?

Was genau sind die Chancen und die Risiken bei einer Investition in ETFs?

Dieser provokante Ausspruch stammt – Du kannst es Dir denken – nicht von mir, sondern angeblich von Eckhard Sauren von der SAUREN Financial Group – einem Anbieter von Fonds. Allerdings ist es nicht verwunderlich, dass die Fonds-Branche nicht allzu gut auf ETFs zu sprechen ist, denn die ETFs graben den herkömmlichen Fonds immer mehr das Wasser ab, was für diese dann natürlich ärgerlich ist.

Herr Sauren führt im Wesentlichen zwei Punkte für seine These an:

1. "Ein ETF-Anleger schlägt niemals den Markt"

Da hat er völlig recht. Ein ETF kann niemals den Markt schlagen. Denn was ist die Aufgabe eines ETF? Die Performance eines bestimmten Indexes 1:1 nachzubilden. Mehr ist einfach nicht drin. Allerdings ist das bei Fonds oft nicht anders. Selbst wenn ich die für die Fonds-Branche positivste Statistik zitiere, dann gelingt es rund 75 Prozent der Fonds auf Sicht von fünf Jahren nicht, den Markt zu schlagen. Das bedeutet zum Beispiel für in Aktien aus der Eurozone investierende Fonds: Drei Viertel zeigen keine bessere Kursentwicklung als der Vergleichsindex Euro Stoxx 50. Im 10-Jahres-Zeitraum sieht es noch verheerender aus.

Da fragt man sich als Anleger natürlich: Warum soll ich den viel teureren Fonds kaufen, wenn es ihm auch nicht gelingt, den Markt zu schlagen bzw. er oft noch weit unter der Performance des Marktes liegt?

Das ist oft nicht die Schuld der Fondsmanager – die meisten sind sehr gut. Zumeist liegt das am eng begrenzten Tätigkeitsfeld. Ein Fondsmanager, der sich ausschließlich auf Aktien aus dem Euro Stoxx 50 konzentriert, muss nicht nur besser performen als der Euro Stoxx 50. Er muss deutlich besser performen, als der Index, um erst einmal seine Kosten "zu verdienen".

Ein ETF kostet im Schnitt zwischen 0,2 und 0,5 Prozent, während der Fonds mit 1,0 bis 3,5 Prozent zu Buche schlägt. Daher bleibt beim Anleger bei Fonds oft so wenig übrig, im Gegensatz zum Kauf von ETFs.

2. "Privatanleger erzielen oft am Ende nicht die Rendite, die der Index erzielt hat"

Klingt erstmal widersprüchlich, da ein ETF ja den jeweiligen Index 1:1 nachbildet. Diese Unterperformance liegt an den Anlegern selbst. Denn diese sparen oft nicht kontinuierlich mit einer monatlichen oder quartalsweisen – also einer regelmäßigen – Zahlung. Vielmehr versuchen sie, den Markt mit ihrem eigenen Bauchgefühl zu schlagen, was leider oft schiefgeht. Gerade wenn man keine Zeit hat und/oder sich noch in der Lernphase befindet, sollte man das auf jeden Fall den Profis überlassen. Am besten einfach jeden Monat für dieselbe Sparrate Anteile kaufen. Wenn Du mit dem Gedanken spielst, in Einzelwerte zu investieren, dann solltest Du schon fortgeschrittene Kenntnisse haben.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

ETFs sind die bessere Wahl, weil sie deutlich günstiger sind als aktiv gemanagte, klassische Aktienfonds. Du schlägst damit nicht den Markt, aber das ist auch gar nicht nötig. Wenn Du die Rendite des Marktes erhältst, ist das schon eine ganze Menge.

Mein Tipp: Du solltest bei ETFs am besten stur Deinen Sparplan konstant durchziehen. Damit erzielst Du auf lange Sicht ein hervorragendes Ergebnis.

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
Bildquellen:
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