++ Bitcoins: Digitales Gold oder Luftblase? -> Jetzt downloaden ++
Zur Übersicht Geldanlage

Thesaurierende vs. ausschüttende ETFs

Was ist besser: ETFs thesaurierend oder ETFs ausschüttend?

Thesaurierende oder ausschüttende ETFs, was ist denn nun besser? Den Unterschied habe ich schon in mehreren Videos erläutert. Anhand eines kleinen Beispiels, werde ich ihn nochmal kurz erklären. Wenn Du beispielsweise einen ETF auf den DAX 30 kaufst, dann sind da Aktien von 30 Unternehmen drin enthalten. Einige von denen schütten natürlich eine Dividende aus. Nun kann die Fondsgesellschaft die Dividenden direkt an Dich ausschütten, dann handelt es sich um einen ausschüttenden ETF. Oder sie behält die Beträge ein und reinvestiert sie wieder direkt in die Aktien. Dann ist es ein thesaurierender ETF.

ETFs: Langfristige Anlage vs. regelmäßige Auszahlungen

Um es vorweg zu nehmen: Ein Besser oder Schlechter gibt es dabei nicht. Es sind schlicht zwei verschiedene Gattungen. Und Du musst selbst entscheiden, für welchen Zweck und vor allem für welche Anlagedauer Du den ETF nutzen möchtest:

Wenn Du langfristig anlegen möchtest, Du also sowieso die Erträge wieder reinvestieren würdest, dann lass' das doch einfach die Fondsgesellschaft für Dich machen. Suche Dir einen thesaurierenden ETF.

Vielleicht befindest Du Dich aber auch in einer anderen Lebensphase. Womöglich hast Du die letzten 30 – 35 Jahre angespart und möchtest jetzt mit den Erträgen aus dem ETF Deine Rente aufbessern oder sogar ganz bestreiten. Dann bist Du auf die regelmäßigen Zahlungen angewiesen und solltest Dich für einen ausschüttenden ETF entscheiden.

Wie sind thesaurierende und ausschüttende ETFs steuerlich zu behandeln?

Steuerlich gibt es keinen Unterschied. Alle Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer. Wobei ich darauf hinweise, dass sich Steuergesetze natürlich ändern können. Wenn Du beispielsweise einen thesaurierenden ETF für 10 oder 15 Jahre hältst und danach ändert sich die Gesetzgebung, weiß niemand, wie sich das auswirkt.

Kommt der Gesetzgeber zum Beispiel auf die Idee, dass ab sofort alle Kursgewinne nach dem persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert werden, dann hast Du mit Zitronen gehandelt. Denn Dein persönlicher Einkommenssteuersatz dürfte deutlich über den 25 Prozent des Satzes für die Abgeltungssteuer liegen. Bei früheren Gesetzesänderungen hatte man als Anleger immer die Gewissheit, einen Bestandsschutz zu genießen. So war es auch, als die Abgeltungssteuer in Kraft trat. Hier waren Aktiengewinne von Aktien, die man mindestens ein Jahr im Depot hatte, weiterhin steuerfrei.

Ob ein solcher Bestandsschutz auch für die Käufer von ETFs gelten wird, sollte sich die Gesetzgebung eines Tages ändern, ist nicht vorhersehbar. Denn wie heißt es so schön: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.“

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Thesaurierende und ausschüttende Fonds werden steuerlich gleichbehandelt, wenn die Fondsgesellschaft ihren Sitz in Deutschland hat. Bei ausländischen Fondsgesellschaften musst Du darauf achten, dass Du nicht unter eine Doppelbesteuerung fällst.

Um das zu überprüfen bzw. um im Falle einer Doppelbesteuerung reagieren zu können, solltest Du unbedingt alle Unterlagen, die Dir die Fondsgesellschaft zuschickt, gut aufbewahren. 2018 wird sich die Gesetzgebung diesbezüglich ändern. Aber darauf gehe ich nochmal in einem separaten Video ein. Wo? Bei "Erichsen: Geld & Gold"!

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
Bildquellen:
www.lars-erichsen.de
'; exit-intend
exit-intend-close