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Was bedeutet der "Random-Effect" an der Börse?

Lernen Sie bei der Geldanlage den Zufall zu akzeptieren!

Wie sagte der gute Friedrich von Schiller „Den Zufall gibt die Vorsehung – zum Zwecke muss ihn der Mensch gestalten“. Allein die Umsetzung dieses Vorsatzes fällt uns manchmal schwer. Dem Zufall Raum geben und ihn akzeptieren? Das widerspricht unserer Natur. Akzeptieren wir allerdings nicht die Tatsache, dass Planung nur das halbe Leben ist, dann plagen wir uns mit Zweifeln ohne Aussicht auf Besserung. Nicht alles ist planbar.

Als „Random-Effect“ werden unvorhersehbare, aber häufig dennoch maßgebliche Einflüsse bezeichnet, die man als zufällig betrachten darf. Wer möchte schon mit dem Zufall einen Pakt eingehen? Niemand, aber das müssen Sie, wenn Sie an der Börse erfolgreich sein wollen. Der Zufall wird immer eine Rolle spielen und wer nicht in der Lage ist diese Tatsache zu akzeptieren, der wird permanent Strategie und Taktik ändern. Ohne positiven Einfluss auf die Rendite.

Serien im Kasino

Stellen Sie sich bitte einen Roulette-Tisch vor. Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade – die Kugel wird im Laufe der Zeit in etwa gleich häufig auf die einfachen Chancen fallen. Dennoch kann der Zufall den Spielsüchtigen auf kurzfristiger Zeitebene in den Ruin treiben. Die Rekordserie des letzten Jahres in der Spielbank Hamburg liegt bei 21-mal die Farbe Rot in Folge. Am Ende des Monats war das Verhältnis natürlich wieder im Lot. Auf Sicht von einer Stunde darf ein professioneller Spieler trotzdem kein Szenario ausschließen, sei es auch noch so unwahrscheinlich. An der Börse verhält es sich ähnlich.

Info

info Die Fakten

- Durch die Vielzahl an Variablen ist die vollständige Kontrolle an der Börse niemals gewährleistet

- Einige Einflüsse, durchaus auch gewichtiger Art, sind trotz sorgfältiger Vorbereitung nicht vorhersehbar

- Je kürzer der betrachtete Zeitraum, desto sensibler sind wir für die Wahrnehmung von zufälligen Ereignissen

- Vertrauen Sie der langfristigen Statistik und diversifizieren Sie Ihre Anlagen

Vorübergehende Verluste gehören dazu

Egal wie gewissenhaft Sie arbeiten, unabhängig von Ihrem Ehrgeiz und Ihrer Motivation und ganz sicher losgelöst von Ihren intellektuellen Fähigkeiten müssen Sie einkalkulieren, dass ein Teil Ihrer Geschäfte nicht den gewünschten Erfolg bringt. Im Gegensatz zum Spielsüchtigen behalten Sie aber stets die Kontrolle in Form des Money- und Risikomanagements. Sie setzen nicht alles auf eine Karte sondern wissen, dass nur eine ausreichende Diversifikation den gewünschten Erfolg bringen kann, sofern Sie Ihr Vermögen nicht aufs Spiel setzen möchten.

Kurz und kompakt

Auch wenn es manchmal schwerfällt, versuchen Sie auch bei der Geldanlage eine gewisse Gelassenheit an den Tag zu legen. Totale Kontrolle ist eine Illusion, das gilt an der Börse genauso wie im Leben. Werden einzelne Ereignisse zu hoch gewichtet besteht die Gefahr, dass ein permanenter Optimierungsprozess zu schlechteren Ergebnissen führt. Tauschen Sie beispielsweise zu häufig die Werte in Ihrem Depot, wird Ihre Rendite langfristig nicht steigen sondern sinken. Verlustphasen oder suboptimale Einstiege sind Teil des Geschäfts und müssen akzeptiert werden.

Lars Erichsen
Bildquellen:
JensHN - Fotolia.com
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