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Niemals nachkaufen!

Warum nachkaufen keine besonders gute Idee ist!

Wenn eine Position an der Börse unter Wasser ist und Du bist damit im Verlust, dann ist nachkaufen, um den Einstandskurs zu verbilligen, fast immer die schlechteste Idee, die Du haben kannst.

„Losers average losers“. Das habe leider Gottes nicht ich gesagt. Der Satz stammt von Paul Tudor Jones, einem erfolgreichen Trader an der Wallstreet. Er hat sich den Spruch auf ein Din-A-4-Blatt gedruckt und neben seinen Bildschirm gehängt. Übersetzt bedeutet der Satz so viel wie: „Nur Verlierer kaufen Verlustpositionen nach.“

Der Bauch sagt: Nachkaufen! Die Aktie muss ja wieder steigen

Ich greife das Thema deshalb auf, weil es vermutlich einer der Hauptgründe ist, warum Privatanleger mit ihren Depots unter Wasser geraten. Von meinen Kunden, interessierten Lesern und Abonnenten habe ich viele Depots untersucht und dabei fast immer sogenannte Depotleichen aufgespürt. Also Aktienpositionen, die man viel früher hätte verkaufen sollen. Und irgendwann ist der Kurswert dann so niedrig, dass man sich sagt: „Was soll’s?!“.

Was ist da passiert? Ganz häufig handelt es sich um Positionen, die auch noch nachgekauft wurden, als sie im Verlust lagen. Das ist eine ganz normale emotionale Entscheidung, weil man sich denkt, dass man erst nachkauft und dann alles wieder verkauft, wenn erst mal der Einstandswert wieder erreicht ist. Nur: Bei den meisten Werten passiert eben genau das nicht.

Wenn eine Position 50 Prozent im Minus notiert, also z.B. von 100 auf 50 Euro gefallen ist, dann sind 100 Prozent Kursgewinn nötig, um wieder auf den Einstandswert zu kommen.

Unbedingt merken: „Losers average losers“

Den Ratschlag „Losers average losers“ kann ich an dieser Stelle nur wiederholen. Und diesen Punkt stelle ich nicht zur Diskussion. Dafür habe ich einfach zu viele Belege dafür, dass er sinnvoll ist. Ich kenne zu viele Anleger, die dadurch in große Probleme geraten sind.

Eine Verlustposition kann dann den Wert des ganzen Depots zerstören oder zumindest in Frage stellen, weil man eben nicht die Disziplin hatte zu verkaufen.

Auf die richtige Strategie kommt es an

Halte Dich immer an Deinen Plan. Dafür musst Du zunächst einen entwickeln und auch auf das Worst-case-Szenario vorbereitet sein. Du musst von Anfang an festlegen, zu welchem Kurs Du verkaufst, ganz egal, ob sich die Aktie nach oben oder nach unten bewegt.

Du siehst hier das Beispiel E.ON. Die Aktie ist seit 2008 kontinuierlich gefallen und schlummert immer noch in vielen Depots der Republik. Merke: Für das langfristige Aktiensparen sind Unternehmen notwendig, die ihren Erfolg auch unter Beweis stellen.

EON-Aktie: Nachkaufen hätte Ihr Vermögen vernichtet
Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Noch einmal: Bitte beherzige meinen Ratschlag und kaufe niemals nach, wenn die Aktie im Verlust liegt. Das geht fast immer schief.

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
Bildquellen:
Imilian - Fotolia.com
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