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Lufthansa: Profiteur am Himmel

Gibt die Air-Berlin-Pleite der Lufthansa-Aktie weiteren Auftrieb?

Air Berlin und Lufthansa

(Stefan Böhm) Auch jetzt noch – rund viereinhalb Monate nachdem Air Berlin den Insolvenzantrag stellte – zählen die Entwicklungen in der Luftfahrtbranche zu den bestimmenden Themen in der Wirtschaftspresse. Und das hat einen guten Grund: Schon vor der Air-Berlin-Pleite war die Lufthansa der Platzhirsch unter den deutschen Carriern. Nachdem sich die Kranichlinie nun große Teile des gescheiterten Unternehmens einverleiben kann, wird die Dominanz noch größer. Für Fluggäste ist dies allerdings kein Grund zur Freude, die Tendenz zu steigenden Ticketpreisen lässt sich nicht wegdiskutieren. Für die Lufthansa-Aktionäre war die Air Berlin-Pleite jedoch eine glückliche Fügung.

Durch die Übernahme von großen Teilen des Air-Berlin-Konzerns baut die Lufthansa ihr Streckennetz deutlich aus. Dabei werden nicht nur Flugzeuge übernommen, sondern auch das Personal wird deutlich aufgestockt. So wächst die Belegschaft 2018 voraussichtlich um rund 8.000 Mitarbeiter, etwa die Hälfte davon sind Flugbegleiter. Auch 900 Piloten werden zum Unternehmen stoßen. Ein großer Teil der Lufthansa-Neulinge wird bei der Billigtochter Eurowings unterkommen. Insgesamt soll Eurowings um bis zu 80 Flugzeuge und 2.700 Mitarbeiter wachsen.

Damit ist aber auch klar, dass die Personalkosten ebenfalls steigen werden. Durch die größere Zahl an Flugzeugen und den gestiegenen Ölpreis muss außerdem mit höheren Kerosinkosten gerechnet werden. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Lufthansa mit Treibstoffkosten von 5,9 Milliarden Euro, das sind rund 700 Millionen mehr als 2017. Auf der anderen Seite profitiert die Lufthansa seit der Air-Berlin-Pleite natürlich auch von der Verknappung der Kapazitäten und einer gestiegenen Nachfrage. Auch im ersten Quartal 2018 rechnet die Lufthansa noch mit leicht steigenden Ticketpreisen. Im gesamten Geschäftsjahr 2018 sollen die Stückerlöse je angebotenem Sitzplatzkilometer zumindest stabil bleiben.

Kostenmanagement bleibt auf Prioriätenliste ganz oben

Insgesamt will die Lufthansa 2018 das Flugangebot um zwölf Prozent ausweiten. Rund fünf Prozent des Zuwachses sollen dabei von Air Berlin kommen. Damit die hohe Profitabilität gehalten werden kann, steht für Finanzvorstand Ulrik Svensson ein striktes Kostenmanagement weiterhin ganz oben auf der Agenda. Wachsamkeit ist auch angebracht, denn die Konkurrenz schläft nicht. Auch der Billigflieger Ryanair baut sein Angebot aus und ist jetzt auch am Drehkreuz Frankfurt vertreten. Die Air-Berlin-Perle Niki Air wird künftig wahrscheinlich zum Billigflieger Vueling gehören, zu dessen Mutterkonzern IAG auch British Airways und Iberia zählen. Eigentlich wollte die Lufthansa anfänglich auch Niki übernehmen, was allerdings am Widerstand der Kartellbehörden scheiterte.

Dennoch hat sich die Lufthansa sehr geschickt verhalten und aus der Air-Berlin-Pleite großen Profit geschlagen – schon jetzt. Kein Wunder also, dass die Lufthansa-Aktie im zweiten Halbjahr 2017 nochmals kräftig zulegen konnte. Doch ist damit die Luft raus und das Papier ausgereizt? Wenn man einen Blick auf den Chart wirft, könnte man diesen Eindruck gewinnen. Freilich muss man konstatieren, dass die Lufthansa eine volatile Aktie ist und dass auch größere Tageskursschwankungen jederzeit möglich sind. Mittel- bis längerfristig bleiben die Aussichten jedoch gut. Das Wachstumspotenzial ist unzweifelhaft vorhanden, die Bewertung mit einem KGV 2018e von 7,2 lässt nach wie vor Kurszuwächse zu, ohne dass man vor eine Blase Angst haben müsste. Kurzfristig sind jedoch auch zwischenzeitliche Rückschläge möglich, beispielsweise wenn der Ölpreis weiter anziehen oder die Reiselust der Urlauber zurückgehen sollte. Auch eine Konjunkturdelle wäre für das Frachtgeschäft des Konzerns schädlich. Nach dem momentanen Stand der Dinge ist jedoch weder eine Eintrübung des Konsumentenklimas noch eine Konjunkturabkühlung wahrscheinlich. Die meisten Volkswirte erwarten, dass sich die Wirtschaft in der Eurozone 2018 weiter beschleunigen wird. Die Europäische Zentralbank EZB korrigierte sogar kürzlich ihre Wachstumsprognose für die Eurozone von 1,8 auf 2,3 Prozent kräftig nach oben.

In die Lufthansa mit Risikopuffer investieren

Es sprechen also viele Gründe dafür, dass die Lufthansa auch 2018 ein erfolgreiches Geschäftsjahr absolvieren können wird. Dass die Aktie aber nochmals derart zulegen kann wie 2017, davon sollte man nicht ausgehen. Vielmehr könnte es für die Aktie auch etwas holpriger werden. Eine attraktive Möglichkeit eines Einstiegs bei Lufthansa bieten deshalb Bonuszertifikate, die über einen Risikopuffer verfügen und auch bei stagnierenden oder fallenden Kursen noch eine gute Rendite erbringen. Wenn Sie mehr über die Funktionsweise von Bonuszertifikaten wissen möchten, können Sie dies hier nachlesen (bitte klicken).

Auf der Plattform mein-zertifikat.de haben wir ein attraktiv ausgestattetes Capped Bonuszertifikat auf Lufthansa (Details hier) emittiert. Das Zertifikat läuft ein Jahr und ermöglicht eine Rendite von 15,5 Prozent, solange der Aktienkurs der Lufthansa bis Laufzeitende am 19.01.19 nie auf die Barriere von 22,79 Euro oder darunter fällt. Das entspricht einem Risikopuffer von 25 Prozent. Auch wenn die Lufthansa-Aktie bis Laufzeitende um über 20 Prozent fallen sollte, erwirtschaftet das Bonuszertifikat dennoch eine Rendite von 15,5 Prozent. Nur wenn die Barriere bei 22,79 Euro berührt wird, verfällt die Bonuszahlung und die Rückzahlung des Zertifikats würde sich nach dem Stand der Lufthansa-Aktie am Laufzeitende richten.

Chart & Info
  • WKN / ISIN
    823212 / DE0008232125
  • Aktueller Kurs
    30,51 EUR
  • KGV 2018e / 2019e
    7,2 / 6,5
  • Dividendenrendite 2018e
    2,5 Prozent
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig auf langfristig auf

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Die Lufthansa hat sich mit der Übernahme von großen Teilen von Air Berlin für 2018 auf neuen Strecken in Stellung für weiteres Wachstum gebracht. Dabei sollen die Kosten im Rahmen bleiben. Für die Aktie eröffnen sich dadurch weitere Kurspotenziale, die sich mit einem Capped Bonuszertifikat heben lassen, Risikopuffer inklusive.

Stefan Böhm
Wenig Zeit?
Wertpapier: Lufthansa
Themen: Air Berlin, Insolvenz, Eurowings, Wachstum, Fluggesellschaft, Umsatz, Gewinn, Aktie
Bildquellen:
© Lufthansa AG
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