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7 enorm wichtige Tipps für Fonds-Gebühren

Bringen Sie Licht in den Fonds-Gebühren-Dschungel!

Es gibt eine Vielzahl an Gebühren und Kosten, die beim Fonds-Kauf anfallen können. Ich habe exklusiv für Sie einen Überblick erstellt, um mehr Klarheit in dieses Wirrwarr zu bringen und Ihnen gleichzeitig wichtige Tipps zu geben, wie Sie Kosten sparen können. Auch unter der Infografik finden Sie Tipps zum Thema "Fonds-Gebühren".

Fonds-Gebühren
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Unter Angabe von www.boehms-dax-strategie.de dürfen Sie die Grafik für eigene Zwecke nutzen.

Der Ausgabeaufschlag

Beim Kauf eines Fonds wird für Sie als Bankkunde ein Ausgabeaufschlag von ca. 5% der Anlagesumme fällig, wodurch Sie quasi gleich beim Kauf Ihrer Fondsanlage ins Minus rutschen. Alle Direktbanken und eventuell auch Ihre Hausbank bieten viele Fonds ohne Ausgabeaufschlag an. Bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs - Exchange Traded Funds) fällt kein Ausgabeaufschlag an. Auch wenn Sie über einen Fondsvermittlern im Internet (siehe auch "Was ist ein Fondsvermittler?") kaufen, können Sie den Ausgabeaufschlag sparen. Wenn Sie Fonds bei Ihrer Hausbank ordern, dann fragen Sie nach, ob der Kauf über die Börse möglich ist oder verhandeln Sie mit dem Bankberater über den Ausgabeaufschlag.

Die laufenden Kosten

Dazu zählen u.a. die Kosten des Managements oder Bestandsprovisionen (dazu ausführlicher im vorletzten Absatz). Die laufenden Kosten betragen meist 1,2% - 2% pro Jahr (p.a.), bei Indexfonds (ETFs) sind es in der Regel weniger als 0,5% p.a. Diese Gebühr muss Ihr Fonds mindestens pro Jahr erwirtschaften, damit für Sie als Anleger am Ende ein Gewinn übrigbleibt. Steigt Ihr Fonds nicht oder fällt er gar, wird die Gebühr trotzdem fällig und verringert den Wert Ihrer Fondsanlage. Es ist genau festgelegt, was zu den laufenden Kosten zählt und das wird in der so genannten Gesamtkostenquote (TER – Totel Expense Ratio) zusammengefasst. Deren Veröffentlichung ist gesetzlich festgeschrieben und Sie können die Fonds anhand der TER vergleichen.

Die Erfolgsgebühr

Manche Fonds verlangen eine erfolgsabhängige Gebühr. Wenn es einem Fondsmanagement gelungen ist, besser zu sein als der Vergleichsindex (bei einem weltweit anlegenden Fonds z.B. der MSCI World Index), dann wird diese Gebühr fällig. Diese Gebühr zählt nicht zu den laufenden Kosten (TER) und findet sich daher nur im Kleingedruckten. Nur für in Deutschland aufgelegte Fonds ist verpflichtend festgesetzt, wie die Erfolgsgebühr auszusehen hat. Für im Ausland aufgelegte Fonds ist das nicht der Fall. Vergleichen Sie also Fonds vor allem anhand der Rendite, denn in dieser sind die Kosten enthalten. Die Höhe der laufenden Kosten kann nur ein zusätzliches Entscheidungskriterium sein.

Die Transaktionskosten

Die Kosten bei der Umschichtung der Positionen innerhalb eines Fonds sind nicht in den laufenden Kosten enthalten, Sie finden diese allenfalls in den Rechenschaftsberichten. Auch dies ist für Fondsgesellschaften eine Möglichkeit, Gebühren zu verschleiern.

Die Depotkosten

Darüber hinaus fallen für Sie als Anleger Depotkosten an. Die meisten Banken erheben nach wie vor diese Gebühren für die Verwahrung von Fonds. Viele Direktbanken bzw. Discount-Broker erheben allerdings keine Depotgebühren. Da sich diese über die Zeit sehr aufsummieren können, sollten Sie über einen Wechsel Ihres Depots – oder über die Eröffnung eines zweiten Depots nachdenken. Versuchen Sie mit Ihrer Hausbank über die Depotgebühren zu verhandeln.

Die Börsengebühren

Indexfonds (die auch ETFs genannt werden) kaufen Sie in der Regel über die Börse. Auch bei vielen aktiv gemanagten Fonds ist das inzwischen möglich, wodurch Sie den Ausgabeaufschlag sparen können. Im Gegenzug fallen aber die Order-Gebühren Ihrer Bank bzw. Ihrer Direktbank und der Börse an. Dazu kommt der so genannte Spread, das heißt die Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs (Geld- Briefspanne). Der Spread bei Indexfonds liegt in etwa so hoch wie bei Aktien.

Die Bestandsprovisionen

Geradezu ein Skandal sind die Bestandsprovisionen! Diese fließen von der Fondsgesellschaft an Banken und Vermittler, laut Finanztest sind das allein bei deutschen Fonds jährlich zwei bis drei Milliarden Euro! Als Fondsbesitzer zahlen Sie diese indirekt über die laufenden Kosten. Allerdings tauchen die Bestandsprovisionen nirgends explizit auf, mindern aber Ihren Ertrag bei der Fondsanlage. Besonders unverschämt: Sie zahlen diese Gebühr auch, wenn Sie niemals eine Beratung in Anspruch genommen haben und auch wenn Sie bereits einen Ausgabeaufschlag gezahlt haben. Da macht die Branche keinen Unterschied. Die Verbraucherschützer laufen Sturm gegen diese versteckte Gebühr, bislang ohne Erfolg. 

Im Gegenteil: Die Bestandsprovisionen haben in den vergangenen Jahren zugenommen, weil die Fondsgesellschaften und Vermittler das vielfache Wegfallen des Ausgabeaufschlags kompensieren wollen. Dieser wird quasi über die Hintertür wieder eingeführt. Die Fondsvermittler leben praktisch nur von den Bestandsprovisionen, immerhin zahlen Sie als Anleger aber dann keinen Ausgabeaufschlag. 

Verbraucherschützer wollen erreichen, dass die Bestandsprovisionen an die Anleger zurückfließen und es ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Jahren höchstrichterliche Urteile zu dem Thema gibt. Die Branche rüstet sich bereits dagegen und viele Banken haben Ihren Kunden neue Rahmenvereinbarungen zu Wertpapier-Geschäften zur Unterschrift vorgelegt. Darin verzichten Sie als Anleger ausdrücklich auf die Auszahlung von Provisionen. Unter anderem die Deutsche Bank und die Sparkassen haben dies bereits durchgezogen. 

Mein Tipp für Sie: Sollte Ihre Bank Ihnen geänderte Bedingungen für Wertpapiergeschäfte vorlegen und zum Verzicht auf Provisionen auffordern, dann unterschreiben Sie diese nicht! Sollte Ihr Konto daraufhin gekündigt werden, dann wechseln Sie eben zu einer anderen Bank.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Vor dem Siegeszug der Indexfonds (ETFs) blieb Fondsanlegern nichts anderes übrig, als die hohen Gebühren zu bezahlen, die ihnen die klassischen Fondsgesellschaften abknöpften und bis heute abknöpfen: Dazu zählen der Ausgabeaufschlag, die jährlichen Verwaltungsgebühren, die Bestandsprovisionen sowie eventuell Erfolgsgebühren. Sehen Sie sich dazu auch folgende Infografik an: "ETFs vs. aktiv gemanagte Fonds - Was ist besser?".

Die passiven Indexfonds dagegen sind für Anleger wesentlich kostengünstiger. Es gibt eine geringe Verwaltungsgebühr sowie eine Transaktionsgebühr von maximal einem Prozent beim Kauf über die Börse. Immerhin: Auch viele klassische Fonds können inzwischen über die Börse gekauft werden, das spart den Ausgabeaufschlag. Aber auch beim Kauf klassischer Fonds über einen Discount-Broker oder über einen Fondsvermittler im Internet wird häufig kein Ausgabeaufschlag fällig.

Übrigens: Der Ausgabeaufschlag wird nicht in die Performance der Fonds eingerechnet. Sie können daher nur Fonds mit dem gleichen Ausgabeaufschlag anhand der Rendite vergleichen!

Erfolgreiche Investments,

Ihr Stefan Böhm

Stefan Böhm
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