++ Most Wanted – Über diese Aktien spricht der Markt! --> Heute gratis sichern ++

Fonds einfach erklärt: Was ist ein Fonds?

Sind Investmentfonds wichtig für eine erfolgreiche Geldanlage?

Was ist ein Fonds/Investmentfonds? Gute Frage ;) Vereinfacht erklärt, können Sie sich einen Fonds wie eine große Schüssel voller Geld vorstellen. Dieses Geld stammt von verschiedenen Anlegern und wird von einem Fondsmanager betreut, um Ihr angelegtes Geld zu vermehren. Wenn Sie meine Beiträge aufmerksam verfolgen, wissen Sie aber, dass es keine rentable Geldanlage mit 0% Risiko gibt. Das heißt, natürlich müssen Sie auch mit Verlusten rechnen.

Ein guter Fondsmanager wird Ihr Vermögen aber niemals auf eine einzige Karte setzen, sondern in viele verschiedene Finanzwerte investieren (Stichwort: Risikostreuung). Dazu ist er im ürbigen auch verpflichtet. Lesen Sie unter der Infografik weiter, um zu erfahren, warum ein Investmentfonds für Sie als Anleger attraktiv sein kann und welche Nachteile Sie abwägen müssen.

Vorab ist wichtig: So genannte aktiv gemanagte Fonds können eine lukrative Geldanlage sein, häufig sind aber passiv gemanagte Indexfonds (ETFs) die sinnvollere Alternative. Es gibt für fast jeden aktiv gemanagten Aktienfonds auch einen vergleichbaren ETF (Exchange Traded Funds). Näheres dazu verrät Ihnen meine Infografik "ETFs oder Fonds – Was ist besser?"

Fonds
www.boehms-dax-strategie.de
Unter Angabe von www.boehms-dax-strategie.de dürfen Sie die Grafik für eigene Zwecke nutzen.

Warum sind Investmentfonds attraktiv für Anleger?

Fondsmanager müssen laut deutschem Recht mindestens 16 verschiedene Wertpapiere im Depot eines Investmentfonds führen. Genau das ist der Punkt, den viele Anleger an Fonds attraktiv finden: Durch die Beteiligung an mehreren Wertpapieren das Verlustrisiko insgesamt zu verringern. Fondsmanager sollten Sie übrigens nicht verwechseln mit Fondsvermittlern, die lediglich als Zwischenhändler Fondsanteile verkaufen (siehe auch Infografik "Was ist ein Fondsvermittler?").

Sind Sie vielleicht eine Naschkatze oder ein Naschkater? Wenn ja, wird Ihnen folgendes Beispiel dabei helfen, sich die Funktionsweise eines Fonds zu veranschaulichen: Ein Investmentfonds gleicht einer Pralinenschachtel. Sie haben viele verschiedene Pralinen vor sich, die für die verschiedenen Wertpapiere eines Fonds stehen. Sie zahlen aber nicht pro Praline bzw. Wertpapier, sondern pro Schachtel bzw. Fonds. 

Investmentfonds haben noch weitere Vorteile, die viele Anleger attraktiv finden:

  • Einfacher Zugang: Sie können bereits mit kleinen Beträgen Anteile an vielen Weltkonzernen erwerben.
  • Hohe Flexibilität: Die Höhe Ihrer Einzahlungen sind variabel und Sie können jederzeit zum Tageswert des Fonds über Ihr Geld verfügen.
  • Professionelles Management: Ein Fondsmanager behält für Sie die Märkte im Blick.
  • Attraktive Ertragschancen: Insbesondere Aktienfonds zeichnen sich durch überdurchschnittliche Ertragschancen im Vergleich z.B. zu Festgeldanlagen aus. 
  • Insolvenz-Schutz: Selbst wenn die Fondsgesellschaft, für die Ihr Fondsmanager arbeitet oder die Depotbank insolvent geht, bleibt das Fondsvermögen vollständig erhalten. 
  • Anlegerschutz: Fondsgesellschaften mit Sitz in Deutschland werden durch die BaFin überwacht.
  • Transparenz: Fondsgesellschaften berichten Ihnen regelmäßig schriftlich über Situation, Wertentwicklung, und Kosten eines Fonds.

Den Vorteilen eines Investmentfonds stehen natürlich auch Nachteile gegenüber:

  • Kosten: Sie müssen (meist) einen einmaligen Ausgabeaufschlag und stets eine jährliche Managementgebühr zahlen. 
  • Geringere Rendite-Chancen: Da in einem Fonds teilweise bis zu 100 Finanzwerte stecken, vermindern sich die Gewinnchancen (siehe Risikostreuung).
  • Abhängigkeit vom Fondsmanager: Fondsmanager müssen in der Regel aufgrund gesetzlicher Vorgaben und diverser Anlagerichtlinien des jeweiligen Fonds zu einem Mindestmaß in den Markt investieren, obwohl es manchmal aufgrund einer unsicheren Markt-Lage besser wäre, überhaupt nicht zu investieren. Ausnahmen stellen Hedgefonds dar. Außerdem kann die Fondsbranche oftmals nicht schnell genug auf neue Trends reagieren, weil langwierige Genehmigungsverfahren, um einen neuen Investmentfonds zu starten, zu viel Zeit beanspruchen. Das mindert die Gewinnchancen. 
  • Richtige Fondswahl: Lassen Sie sich nicht irgendeinen Fonds andrehen. Für kurzfristige Anlagen sind die meisten Fonds alleine wegen den höheren Gebühren ungeeignet. Ausnahmen stellen Geldmarktfonds dar. 

Was ist eine Fondsgesellschaft?

Wie bereits erwähnt, müssen Sie sich als Anleger nach einem Fonds-Kauf um nichts mehr kümmern. Je nach aktueller Börsen-Lage und Können Ihres Fondsmanagers - der bei einer Fondsgesellschaft angestellt ist - wird sich Ihr Investmentfonds positiv oder negativ entwickeln. Bucht Ihr Fondsmanager beispielsweise ausschließlich DAX-Aktien in Ihren Fonds, dann hängt der Fonds-Erfolg von der durchschnittlichen Entwicklung dieser bestimmten DAX-Aktien ab. 

Info

info Bekannte Fondsgesellschaften

DWS Fonds und Deka Investmentfonds

TIPP: Ausführlichere Informationen finden Sie in meinem Börsenlexikon unter "Was ist eine Fondsgesellschaft?"

Was sind Fondsanteile?

Diese Frage lässt sich ganz einfach erklären: Je mehr Geld Sie in einen Investmentfonds investieren, desto mehr Fondsanteile besitzen Sie. Und so können Sie den Wert eines einzelnen Fondsanteils berechnen: 

die Summe aller Vermögenswerte des Fonds / Anzahl der herausgegebenen Fondsanteile

Wichtig für Sie: Sie können jederzeit erworbene Fondsanteile wieder an die Fondsgesellschaft verkaufen. Viele Fonds werden auch an der Börse gehandelt, so dass Sie diese wie Aktien kaufen und verkaufen können. Anders ist dies bei geschlossenen Fonds, die Sie in der Regel für eine bestimmte Dauer halten müssen. Allerdings sind geschlossene Fonds im Gegensatz zur Immobilienanlage bei Aktien nicht üblich. Ausführliches dazu finden Sie in meinem Börsenlexikon: "Was ist ein geschlossener Immobilienfonds?".

Fondsarten im Überblick

Aktienfonds

Wenn Sie sich für einen Aktienfonds entscheiden, investieren Sie Ihr Geld überwiegend in Aktien - wie der Name eben schon verrät. Aktienfonds besitzen bestimmte Anlageschwerpunkte, die in den Statuten des jeweiligen Fonds festgelegt sind. Welcher Anlageschwerpunkt das ist, können Sie meist schon am Namen des Fonds erkennen. Der DWS Deutschland z.B. investiert nur in deutsche Aktien. Es gibt:

  • global anlegende Fonds, die theoretisch in Aktien aus allen Ländern und Branchen investieren.
  • Fonds mit regionalem Schwerpunkt, die z.B. nur in bestimmten Ländern oder Regionen investieren (z.B. Deutschland, Eurozone, Ostasien).
  • Fonds, die nur in bestimmte Branchen investieren (z.B. Biotechnologie, Internet).

Mein Tipp für Sie: Setzen Sie nicht nur auf einen Aktienfonds mit einem bestimmten Anlage-Schwerpunkt, z.B. deutsche Aktien oder Biotechnologieaktien. Dann ist das Verlustrisiko zu hoch. Streuen Sie auch bei Fonds und ergänzen Sie z.B. eine Basisanlage in einem global anlegenden Fonds durch Fonds, die auf eine Region oder eine Branche setzen, der Sie eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zutrauen.

Info

info Sind Aktienfonds für Sie sinnvoll? JA, wenn ...

  • Sie Ihr Geld längerfristig anlegen möchten.
  • Sie kleinere Beträge über einen längeren Zeitraum investieren wollen. 
  • Sie Ihr Anlagerisiko durch eine Investition in viele verschiedene Unternehmen verringern möchten.
  • Sie trotz möglicher Wertschwankungen Ihrer Fondsanteile gut schlafen können, um Ihre Rendite-Chancen auf lange Sicht zu erhöhen.

Rentenfonds

Ein Rentenfonds erzielt vor allem durch Zinszahlungen Erträge. Beispielsweise indem der Rentenfonds Anleihen staatlicher oder privater Schuldner (meist Unternehmen) kauft. Ich gebe zu, das klingt etwas trocken. Hier ein Beispiel für Sie zum Thema Rentenfonds: 

Der deutsche Staat benötigt Geld für Investitionen wie z.B. Bildung. Deshalb gibt er Staatsanleihen aus und wird dadurch zu einem staatlichen Schuldner. Ihr ausgewählter Rentenfonds legt Ihr Geld in solchen Staatsanleihen an und erwirtschaftet Erträge durch Zinsen, die der Staat für diese Schulden zahlt.

Rentenfonds, die in Anleihen von Unternehmen investieren, erwirtschaften meist höhere Renditen als Fonds, die nur in Staatsanleihen investieren. Allerdings sind hier auch die Kursschwankungen und das Risiko höher, da einzelne Unternehmen eher zahlungsunfähig werden können als ganze Staaten. Im aktuellen Umfeld sehr niedriger Zinsen fällt es allerdings auch Rentenfonds schwer, eine attraktive Rendite zu erzielen (siehe auch "Welche Anleihearten gibt es?").

Übrigens: Neben Rentenfonds gibt es auch Rentenlaufzeitfonds. Sie funktionieren genauso wie Rentenfonds, aber laufen nur für einen von Ihnen festgelegten Zeitraum.

Info

info Sind Rentenfonds für Sie sinnvoll? JA, wenn ...

  • Sie regelmäßig Zinsen und Erträge erwarten.
  • Sie nur ein mäßiges Risiko eingehen möchten.
  • Ihnen eine Rendite genügt, die zumeist nur wenig über der von Festgeld liegt.

Mischfonds

Beim Thema Mischfonds kehre ich gerne zu den Naschkatzen und Naschkatern unter uns zurück, um Ihnen die Thematik bestmöglich zu veranschaulichen ;) Stellen Sie sich einen Mischfonds wie einen leckeren Kuchen vor. Durch das richtige Verhältnis vieler einzelner, schmackhafter Zutaten wird der Kuchen zu einem wahren Gaumenschmaus. Die Zutaten bei einem Mischfonds lauten: Aktien, Anleihen und Geldmarkt-Papiere.

Allerdings lassen sich die Fondsmanager den höheren Aufwand bei Mischfonds häufig mit höheren Gebühren bezahlen. Zudem erreichen Mischfonds häufig nicht das Ziel, mit dem sie angetreten sind: Eine hohe Rendite zu erzielen bei einem Verlustrisiko, das geringer ist als bei einem reinen Aktienfonds.

Info

info Sind Mischfonds für Sie sinnvoll? JA, wenn ...

  • Sie die vielfältigen Möglichkeiten des Marktes nutzen möchten.
  • Sie für Ertragschancen durchschnittlich hohe Risiken in Kauf nehmen.
  • Sie bereit sind, höhere Gebühren zu bezahlen als bei normalen Aktienfonds.

Garantiefonds

Ein Garantiefonds verbindet Rendite und Sicherheit, denn der Fonds erreicht zum Laufzeitende mindestens einen bestimmten Wert („garantierter Mindestanteilswert“). Dieser garantierte Wert ist von Fonds zu Fonds unterschiedlich hoch.

Allerdings lassen sich die Fondsgesellschaften diese Garantie bezahlen: Garantiefonds werfen geringere Renditen ab als normale Aktienfonds. Mein Tipp für Sie: Wenn Sie ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben, dann setzen Sie lieber nur einen kleinen Betrag in einen normalen Aktienfonds und den Rest in sichere Festgeldanlagen.

Info

info Sind Garantiefonds für Sie sinnvoll? JA, wenn ...

  • Sie ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben und Risiken meiden möchten.
  • Sie unabhängig von der Entwicklung der Börse einen garantierten Wert zurück erhalten möchten.

Geldmarktfonds

Wie der Name schon sagt, legt ein Geldmarktfonds Ihr Geld am Geldmarkt an. Kurz erklärt, ist der Geldmarkt ein Teil des Marktes für verzinsliche Wertpapiere, an dem Geld für kurze Zeit investiert wird. Es werden insbesondere Papiere gehandelt, die Banken ausgeben, um kurzfristigen Finanzierungsspielraum zu erhalten. Zu diesem Zweck leiht sich eine Bank also kurzfristig Geld, wofür sie selbstverständlich Zinsen zahlt. Genau diese Zinsen ergeben dann die Erträge Ihres Fonds.

Geldmarktfonds bieten meist keine Rendite, die über der von Tagesgeld liegt. Dafür fallen aber im Gegensatz zu Tagesgeld Gebühren an. Für Privatanleger sind Geldmarktfonds nur selten eine interessante Alternative.

Info

info Sind Geldmarktfonds für Sie sinnvoll? JA, wenn ...

  • Sie kurzfristig investieren möchten.
  • Sie nur geringe Risiken eingehen wollen.

Immobilienfonds

Bei einem offenen Immobilienfonds investieren Sie in Immobilien, Ihr Geld wird aber auf verschiedene Regionen, Standorte und Nutzungsarten verteilt. 

Mein Tipp für Sie: In meinem Börsenlexikon erkläre ich Ihnen den Begriff geschlossene Immobilienfonds ausführlich und im kostenfreien Video "Immobilienfonds" von "Erichsen" erhalten Sie weitere wertvolle Tipps. So müssen Sie gar nicht lange lesen ;)

Info

info Sind Immobilienfonds für Sie sinnvoll? JA, wenn ...

  • Sie sich an mehreren Gewerbe- oder Wohnimmobilien beteiligen wollen.
  • Sie eine geringe Risikoneigung besitzen.
  • nicht viel Zeit in die Verwaltung einer eigenen Immobilie stecken möchten, aber dennoch attraktive Erträge erzielen möchten.

Sie sehen: Das Thema "Fonds" ist wieder mal ein komplexes Thema. Informieren Sie sich ausführlich über Vorteile und Nachteile und wählen Sie dann den für Sie passenden Fonds aus. Ihre Entscheidung wird vor allem von Ihren Sparzielen und Ihrer Risikoneigung beeinflusst. Weitere Tipps und Infos zu Fonds stelle ich Ihnen natürlich in meiner Börsenschule u.a. unter "Infografiken" kostenfrei zur Verfügung. Wenn Sie Fragen auf dem Herzen haben, können Sie mich jederzeit kontaktieren. 

Erfolgreiche Investments und beste Grüße,

Ihr Stefan Böhm

'; exit-intend
exit-intend-close