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Zertifikate: Gefahr für Dein Geld?

Was Du als Privatanleger unbedingt beachten musst!

Hört man sich bei den Skeptikern der Anlageform "Zertifikate" um, so kommt recht häufig der Einwand: Wenn die emittierende Bank Pleite geht, ist mein Geld weg. Formal ist das absolut richtig. Zertifikate sind Schuldverschreibungen. Geht die ausgebende Bank über den Jordan, ist das Geld futsch. Ein Totalverlust ist nicht ausgeschlossen.

Wir sollten allerdings nicht vergessen, dass das erst einmal der Fall war. Stichwort: Lehman Brothers im Jahr der Finanzkrise 2008. Die Gefahr besteht also grundsätzlich.

Allerdings gibt es noch viele weitere Arten von Schuldverschreibungen, die aber weit weniger Kritik auf sich ziehen, zum Beispiel Genussrechte. Ich erinnere hier nur an die Pleite der Windenergiefirma Prokon im Jahr 2014, bei der viele Käufer von Anleihen ihr Geld verloren.

Die Vorteile von Zertifikaten

Bei aller oft berechtigten Kritik, bieten Zertifikate natürlich auch einige Vorteile. So kann man Zertifikate sehr günstig handeln. In der Regel funktioniert der Handel über einen Hebel, so dass man mit geringem Kapitaleinsatz in einen Markt einsteigen und z.B. auf den Kursanstieg einer Aktie setzen kann. Der Spread – also die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufswert - ist relativ günstig.

Zertifikate bieten Dir die Möglichkeit, auf Märkte zu spekulieren, an die Du sonst womöglich gar nicht rankommst, wie zum Beispiel auf Aktienindizes exotischer Märkte wie Indien, Vietnam und andere. Auch ist jede Form des kurzfristigen Handels mit Zertifikaten möglich, viele Day-Trader nutzen Zertifikate.

Zudem sorgt die große Konkurrenz unter den Banken, die Zertifikate emittieren, dafür, dass diese günstig angeboten werden. Abzocke von Anlegern ist dadurch schwer möglich.

Das Risiko der Handhabung wiegt höher als das Emittentenrisiko

Wie eingangs erwähnt, halte ich das so genannte Emittentenrisiko für überbewertet. Das Risiko der falschen Handhabung von Zertifikaten hingegen, wird aus meiner Sicht viel zu wenig beachtet.

Bevor man ein Auto lenkt, muss man einen Führerschein machen. Mit Zertifikaten handeln darf allerdings jeder. Ich bin fest davon überzeugt, dass Anleger täglich hundertausende Euro an Verlusten im Zertifikate-Markt erleiden.

Und das nicht, weil die böse Bank etwas gemacht oder weil das Zertifikat wertlos geworden ist, sondern weil Anleger die Risiken missachtet haben. Wenn Du Zertifikate handeln möchtest, musst Du Dir im Klaren sein, dass das die höchste Risikoklasse für einen Anleger ist. Es reicht, dass Du angibst, dass Du Dich mit Zertifikaten auskennst, dann wirst Du dafür freigeschaltet.

Wenn ich’s mir aussuchen könnte – kann ich aber nicht – dann gäbe es auch hier eine Prüfung wie für das Führen eines Autos. Aber ich denke, die Bankenlobby wird das schon zu verhindern wissen.

Handle Zertifikate nur, wenn Du Dich damit auskennst

Wenn Du beispielsweise überlegst, dass Du von einer kurzfristigen Bewegung im Goldmarkt profitieren möchtest, dann musst Du Dich damit auskennen. Du weißt, ich habe nichts gegen eine gepflegte Spekulation, aber Du musst wissen, wie es geht. Bevor Du mit Zertifikaten handelst, solltest Du genau wissen, wie diese funktionieren.

Wer sich ohne Kenntnisse in den Zertifikate-Markt wagt, wird mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit verlieren. Wenn Du Dich aber damit auskennst, dann birgt der Kauf eines Zertifikats durchaus viele Chancen.

Mein Appell: Mach Dir nicht so viele Gedanken, wie viel die Bank am Zertifikate-Handel verdient. Denn genau genommen, handelt auch ein Bäcker oder ein Schlachter nicht anders. Der Konkurrenzdruck unter den Banken ist außerdem so hoch, dass schwarze Schafe schnell aussortiert sind.

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Mein Spezial-Tipp: Gerade Privatanleger beschäftigen sich noch viel zu wenig mit den Chancen, die in einem sich seitwärts bewegenden Markt liegen. Sie spekulieren meist auf einen fallenden oder steigenden Kurs. Gerade aber bei den Seitwärtsbewegungen sind die Chancen meines Erachtens höher, als die Risiken. Sieh Dir doch einmal mein Video "Geld verdienen trotz fallender Kurse" an oder lies Dir die Beiträge meines Kollegen Stefan Böhm zum Thema Zertifikate in "Böhms Börsenschule" durch. Stefan beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema und ist ein anerkannter Experte auf diesem Gebiet. In seinem Premium-Börsenmagazin DaxVestor führt er sehr erfolgreich ein Trading-Depot sowie ein Investor-Depot mit Zertifikaten.

Lars Erichsen
Wenig Zeit?
Bildquellen:
Marla - Fotolia.com
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