A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist der ATX?

Der Austrian Traded Index (ATX) ist der wichtigste Aktienindex in Österreich und wird als Kursindex veröffentlicht, d. h. Dividenden werden nicht berücksichtigt. Im ATX sind die Aktien der zwanzig größten börsennotierten Unternehmen Österreichs vertreten. Für die Gewichtung entscheidend ist der Börsenwert des Streubesitzes.

Sonderzahlungen oder Erträge aus Bezugsrechten spielen bei der Berechnung des Index keine Rolle. Im März und September bestimmt das Indexkomitee über die Zusammensetzung des ATX. Neben der Marktkapitalisierung entscheiden auch die Umsätze der jeweiligen Aktien über die Zusammensetzung. Der ATX ist seit 1991 eine Marke der Wiener Börse AG.

Die Marktkapitalisierung des ATX ist im internationalen Vergleich gering. Der Börsenwert aller Aktien im ATX macht gerade einmal drei Viertel des DAX-Schwergewichts Bayer aus. Größte Aktien im ATX sind die Erste Group Bank (Banken), OMV (Öl und Gas) sowie Verbund (Energie).

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Der ATX ist stärkeren Kursschwankungen unterworfen als z. B. der DAX. Das hat außer der relativ geringen Marktkapitalisierung folgende Gründe: Im ATX sind Finanzwerte stark vertreten, das macht den Index in Zeiten von Turbulenzen an den Finanzmärkten anfälliger für Kursschwankungen als die Indizes größerer Länder.

Dazu kommt, dass defensive (wenig konjunkturabhängige) Branchen wie der Gesundheitssektor untergewichtet sind. Viele österreichische Unternehmen sind zudem stark in Osteuropa engagiert.

Der ATX ist daher auch gegenüber Schwankungen der Weltkonjunktur anfälliger. Der ATX kann folglich in konjunkturell guten Zeiten größere Kurschancen bieten als andere Aktienindizes, das ist aber auch mit einem höheren Risiko verbunden.

Stefan Böhm
Bildquellen:
www.lars-erichsen.de
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