A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist die Marktkapitalisierung?

Die Marktkapitalisierung ist der Börsenwert aller frei handelbaren Aktien einer Gesellschaft. Alle handelbaren Aktien werden auch Streubesitz oder engl. Freefloat genannt. Aktien, die im Besitz der Aktiengesellschaft selbst sind, zählen nicht zum Streubesitz und fließen daher auch nicht in die Berechnung der Marktkapitalisierung ein.

Die Marktkapitalisierung ist eine bedeutsame Größe bei der Beurteilung von Aktiengesellschaften. Im Allgemeinen können Sie davon ausgehen, dass Aktien von Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung weniger riskante Investments darstellen. Auch ist die Marktkapitalisierung oft eines der wichtigsten Kriterien für die Zusammenstellung von Aktienindizes. Beispielsweise beinhaltet der deutsche Aktienindex DAX 30 die nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen Deutschlands.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Der Fokus des Marktes auf die Marktkapitalisierung ist zwar häufig Gegenstand von Kritik, doch bleibt die Marktkapitalisierung ein wichtiges Kriterium für die Sicherheit von Investments. Schauen Sie sich die Marktkapitalisierung bei Unternehmen, die Sie nicht kennen, als allererstes anschauen.

Ist ein Unternehmen mehrere Milliarden wert, hat das eine andere Aussagekraft als wenn es nur um wenige Millionen geht. Im letzteren Fall sollten Sie vorsichtig werden. Große Unternehmen haben im Gegensatz zu kleineren den Vorteil, dass sie stärker in der Öffentlichkeit stehen und von mehr Aktienanalysten beobachtet werden. Bei Titeln mit geringer Marktkapitalisierung ist die Transparenz nicht so groß. Dies birgt in seltenen Fällen zwar Chancen, aber eben auch das Risiko, einer falschen Einschätzung zu unterliegen.

Stefan Böhm
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