A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

Team Böhms-DAX-Strategie
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Lars Erichsen

Was ist der Streubesitz?

Als Streubesitz werden diejenigen Aktien bezeichnet, die an der Börse gehandelt werden können. Da oftmals Großinvestoren Aktienpakete aus strategischen Gründen halten, liegt der Streubesitz in der Regel deutlich unter 100 Prozent. Ist der Streubesitz sehr gering, kann es sein, dass Aktien schwer zu handeln sind. 

Für die Gewichtung von Aktien in Indizes wie z.B. dem DAX wird nicht die Gesamtzahl der Aktien herangezogen, sondern nur der Streubesitz. Aktien mit einem hohen Streubesitz haben daher größere Chancen in wichtige Aktienindizes aufgenommen zu werden als Aktien mit geringem Streubesitz.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Aus dem Streubesitz lässt sich immer auch ableiten, wie die Machtverhältnisse in einem Unternehmen sind. Ist der Streubesitz gering, lohnt sich ein Blick auf die Groß-Aktionäre. Sind unter den Groß-Aktionären Konkurrenten, die ein Unternehmen womöglich einmal übernehmen wollen? Welche anderen Motive könnten die Groß-Aktionäre mit ihrer Anlage verfolgen? 

Solche und andere Fragen lassen sich mit Hilfe von Anleger-Portalen im Internet klären. Generell gilt: Je größer der Streubesitz, desto größer das Interesse des Unternehmens an kurzfristigen Erfolgen. Während Groß-Aktionäre eher langfristig und strategisch denken, hat der Streubesitz zumeist ein eher kurzfristiges Interesse an hohen Gewinnen und Dividenden.

Stefan Böhm
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