A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

Team Böhms-DAX-Strategie
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Lars Erichsen

Was ist Volatilität?

Volatilität ist ein Begriff aus der Statistik und bezeichnet die Schwankung von Daten im Ablauf der Zeit. An der Börse bedeutet Volatilität die Schwankung der Kurse eines Wertpapiers. Die Volatilität gilt als Maßzahl für das Anlagerisiko. Dabei wird für einen Zeitraum der gemittelte Kurs und die Abweichung von diesem mittleren Kurs berechnet. Je weiter die Schwankungsspanne um diesen mittleren Kurs, desto volatiler und damit auch riskanter ist das Wertpapier. Eine weitere Maßzahl für Risiko ist der maximale Drawdown.

Auch für Indizes wie z. B. den Deutschen Aktienindex DAX wird die Volatilität berechnet. Die Deutsche Börse fasst diese in einem eigenen Index, dem VDAX, zusammen. Der VDAX gibt die Veränderungen der Volatilität des DAX im Zeitablauf wieder.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Wenn ein Wertpapier stark schwankt, ist es für Anleger, die zeitlich eingegrenzte Anlageziele haben, riskant. Soweit die Theorie! Doch wenn wir ein Wertpapier anhand der Volatilität beurteilen, blicken wir immer nur zurück. Die vergangene Volatilität kann in der Zukunft liegende Risiken nicht berücksichtigen.

Verstehen Sie mich nicht falsch! Sie sollten zwar bei der Konstruktion ihres Portfolios auf Risikokennzahlen achten, da sie immer noch die beste Orientierung bieten. Aber Sie sollten im Hinterkopf behalten, dass schon morgen alles anders kommen kann. Fernab von statistischen Verfahren kann der gesunde Menschenverstand oftmals helfen.

Beispielsweise galten Derivate auf US-Immobilienkredite schlechter Schuldner bis zum Ausbruch der Finanzkrise von 2008 als sicheres Investment, weil die Volatilität bis dahin sehr gering ausgefallen war.

Stefan Böhm
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