A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Was ist der Interbankenhandel?

Der Interbankenhandel beschreibt den Handel von Derivaten, Wertpapieren, Währungen oder Kapital von Bank zu Bank. Geschäfte zwischen Banken und Zentralbanken gehören ausdrücklich nicht zum Interbankenhandel.

Der Interbankenhandel lässt sich in drei Bereiche gliedern:

  1. Der Handel im fremden Namen auf fremde Rechnung (offene Stellvertretung)
  2. Der Handel im eigenen Namen auf fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft)
  3. Der Handel im eigenen Namen auf eigene Rechnung (Eigenhandel).

Der Interbankenhandel hat die Funktion, Risiken im Bankensystem zu verteilen. Beispielsweise können Banken im Eigenhandel Gegenpositionen zu Bankkunden eingehen. Dies hat den Zweck, dass das ursprüngliche Geschäft neutralisiert wird und das Risiko für die Bank sinkt. Manchmal handeln Banken aber auch gänzlich auf eigene Rechnung.

Diese Form des Eigenhandels kann mit hohen Risiken verbunden sein und ist während der Finanzkrise 2008 in Verruf geraten. Viele Banken haben daher nach der Finanzkrise den Eigenhandel eingeschränkt, stärkeren Kontrollen unterworfen oder sogar ganz eingestellt.

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