A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was sind Abschreibungen?

Abschreibungen sind ein bilanztechnischer Begriff und werden in der Betriebswirtschaft auch als „AfA“ bezeichnet (Absetzung für Abnutzung). Mit Abschreibungen wird der tatsächliche oder rechnerische Wertverlust eines dauerhaften Wirtschaftsgutes bezeichnet. Abschreibungen mindern den Gewinn, das Steuerrecht sieht daher genaue Regeln für Abschreibungen vor.

In der Bilanz werden planmäßige Abschreibungen von Anlagegütern wie z. B. Maschinen oder Immobilien verbucht, die Wertminderung soll dabei in etwa dem Nutzen der Wirtschaftsgüter entsprechen.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen, wenn das jeweilige Wirtschaftsgut plötzlich an Wert verliert und der bilanzierte Wert stark vom Marktwert abweicht. Das geschieht oftmals bei immateriellen Wirtschaftsgütern, Beteiligungen an anderen Unternehmen oder Firmennamen. Nach der Finanzkrise 2008 mussten z. B. viele Banken Abschreibungen auf Kredite und Anleihen vornehmen, da die Wahrscheinlichkeit für die Rückzahlung der Kredite stark gesunken war.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Die in der Bilanz stehenden Werte für die Anlagegüter eines Unternehmens stimmen häufig nicht mit den tatsächlichen Werten überein. Sie sollten sich daher bei der Beurteilung des Werts eines Unternehmens nicht zu sehr auf die Bilanz verlassen. Unternehmen zögern außerplanmäßige Abschreibungen oft so lange wie möglich hinaus.

Stefan Böhm
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