A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Emerging Markets deutsch

Emerging Markets ist die englische Bezeichnung für Schwellenländer. Besser als der deutsche Begriff zeigt der englische, worum es den Erfindern des Begriffs tatsächlich ging, nämlich um sich entwickelnde Märkte und damit um Chancen für Sie als Anleger.

Emerging Markets sind Länder, die auf dem Sprung von einem Entwicklungsland zu einem Industrieland sind. Das bringt hohe Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts mit sich und damit auch höhere Renditen bei Aktien und Anleihen aus diesen Ländern.

Was sind Emerging Markets?

Die Einteilung von Ländern in bestimmte Klassen, nämlich Entwicklungsländer, Industrieländer und dazwischen liegend die Emerging Markets ist – wie Sie sich denken können – sehr willkürlich und daher auch umstritten. Es gibt viele verschiedene Definitionen und daher werden zur Klasse der Emerging Markets häufig unterschiedliche Länder gezählt, je nachdem wer den Begriff verwendet.

Tatsächlich ist jedes Land auf seinem eigenen Entwicklungslevel und sollte meiner Ansicht nach nicht unbedingt in eine bestimmte Kategorie gepresst werden. Ist es z.B. richtig, China mit seiner inzwischen starken Industrie zu den Schwellenländern zu zählen und das eher auf den Tourismus ausgerichtete Portugal zu den Industrieländern?

Den Erfindern des Begriffs Emerging Markets ging es darum, welche Länder überdurchschnittliche Chancen für Anleger bieten. Das ändert sich im Zeitverlauf und daher wurden häufig aus der Klasse der Emerging Markets bestimmte Länder herausgegriffen. Lange Zeit waren die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sehr in Mode und wurden Anlegern von findigen Fondsmanagern für Investments ans Herz gelegt.

Das hat sich geändert. Inzwischen sehen manche Emerging-Markets-Experten in anderen Ländern größere Chancen für Anleger, z.B. bei den so genannten "Next Eleven" (Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Südkorea, Türkei, Vietnam).

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Die Erfindung von Begriffen wie "BRIC" und "Next Eleven" sind Marketing-Tricks der Fondsmanager, um Anlagegelder anzulocken, denn davon leben sie schließlich. Sie sollten allerdings gerade als Aktienanleger nicht auf das Investment in Aktien aus den Emerging-Markets verzichten. Die Risiken sind zwar überdurchschnittlich, das gilt aber auch für die Chancen. 

Bei der Auswahl der richtigen Aktien sollten Sie allerdings auf Experten zurückgreifen, denen Sie vertrauen, denn es ist schwer an zuverlässige Informationen zu kommen und diese richtig einzuordnen. Weitere praxisorientierte Informationen zu Emerging Markets finden Sie in meiner Börsenschule.

Stefan Böhm
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