A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist antizyklisches Investieren?

Antizyklisches Investieren sieht vor, Investments genau dann zu tätigen, wenn die Markt-Stimmung besonders schlecht ist. Im Englischen nennt man dies auch Contrarian-Strategie, was so viel heißt wie Gegensatz-Strategie. Ein antizyklischer Investor sieht genau dann Chancen, wenn ein Anlageziel bereits stark im Kurs gefallen ist und sich niemand dafür interessiert. Antizyklisches Investieren eignet sich als Strategie für langfristig ausgerichtete Investoren.

Eines der bekanntesten Börsenzitate stammt von Lord Rothschild: „Bei Kanonendonner kaufen, bei Harfenklängen verkaufen.“ Das bedeutet nichts anderes, als dass er durch antizyklisches Investieren zum Milliardär geworden ist. In Zeiten von Krieg und Unruhen, wenn die „Kanonen donnern“, sind Aktien und andere Vermögensgegenstände wie z. B. Anleihen und Immobilien günstig zu haben, da kaum jemand an die Zukunft glaubt. In Friedenszeiten, wenn wieder großer Wohlstand herrscht, wenn also die „Harfen erklingen“, sind Aktien dagegen teuer und es ist besser zu verkaufen.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Antizyklisch zu investieren kann sich für den langfristigen Vermögensaufbau durchaus lohnen. Wer in jungem Alter Aktien kaufen will, um sie bis zur Rente zu halten, kauft am besten nach einem Crash. In den letzten Jahrzehnten hat es sich langfristig immer gelohnt, nach einem Kurssturz Aktien zu kaufen.

Doch Vorsicht: Es gibt ebenso Aktien, für die sich zu Recht niemand interessiert. Auch haben bestimmte Rohstoffe in der Vergangenheit bereits mehrjährige Durststrecken hinter sich gebracht. Wer hier antizyklisch investiert, braucht einen langen Atem. Beim antizyklischen Investieren ist es immer wichtig, dass Ihre Anlageziele eine Zukunft haben. Unternehmen sollten fundamental gesund sein und Produkte herstellen, die gebraucht werden.

Stefan Böhm
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