A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist das HGB?

Das HGB ist das deutsche Handelsgesetzbuch. Es regelt die Geschäfte unter Kaufleuten und betrifft Personen- und auch Kapitalgesellschaften. Für Kapitalgesellschaften regelt das HGB Abschlüsse und Berichte. Deutsche Unternehmen sind verpflichtet, einen Jahresabschluss nach dem HGB vorzulegen.

Bei internationalen Konzernen führt das dazu, dass das deutsche Geschäft einen Abschluss nach HGB vorlegt und auf Konzernebene ein internationaler Rechnungslegungsstandard wie IFRS verwendet wird. Beachten Sie: Obwohl das deutsche Bilanz-Recht modernisiert und internationalen Standards angepasst wurde, gibt es doch Unterschiede.

Beispiele sind die Neubewertung von Anlagevermögen, die Bewertung von Finanzinstrumenten, die Zulässigkeit bestimmter Rückstellungen, die Berücksichtigung von Pensionsverpflichtungen, die Bewertung langfristiger Fertigungsaufträge oder Leasinggeschäfte. Der Jahresabschluss nach HGB ist für deutsche Gesellschaften steuerlich und auch hinsichtlich der Gewinnausschüttung relevant.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Im Jahresabschluss wird auch ein Gewinn ausgewiesen. Wird dieser nach den Regeln des HGB ermittelt, dann kann er anders ausfallen als nach anderen Rechnungslegungsstandards wie z. B. IFRS oder US-GAAP. Wollen Sie zwei Unternehmen bzw. deren Aktien, hinsichtlich ihres Gewinns vergleichen, dann müssen Sie darauf achten, dass in beiden Fällen derselbe Rechnungslegungsstandard verwendet wurde. Ansonsten kann Sie der Vergleich in die Irre führen.

Stefan Böhm
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