A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist der Leverage-Effekt?

Der Leverage-Effekt entsteht dann, wenn Anleger oder Unternehmer ihr Investment um Fremdkapital ergänzen. Wenn die Kosten für das Fremdkapital (Zinsen) geringer sind als die gesamte Rendite des Investments, wächst theoretisch der Gewinn, je mehr Fremdkapital aufgenommen wird.

Ein Beispiel: Sie haben die Möglichkeit, eine Wohnung für 100.000 Euro zu kaufen. Dazu stehen Ihnen 100.000 Euro in bar zur Verfügung. Die Mietpreisrendite liegt bei 5 Prozent. Der jährliche Gewinn demnach bei 5.000 Euro. Wenn Sie nun 100.000 Euro bei der Bank für 2 Prozent aufnehmen, kostet Sie dies 2.000 Euro Zinsen jährlich. Mit den 200.000 Euro können Sie allerdings zwei Wohnungen zu je 100.000 Euro kaufen und generieren Mieteinnahmen von 10.000 Euro. Abzüglich der Zinskosten bleiben Ihnen 8.000 Euro. Den Effekt, dass Ihnen der günstige Kredit die Möglichkeit gegeben hat, absolut gesehen, höhere Mieteinnahmen zu generieren, nennt man Leverage-Effekt.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Der Leverage-Effekt kommt bei zahlreichen guten Investments zum Tragen und ermöglicht Investoren hohe Renditen bei gleichzeitig geringer Bindung von Eigenkapital. Doch Vorsicht: Um sich auf den Leverage-Effekt verlassen zu können, sollten die Rendite-Erwartungen und auch die Zinskosten realistisch kalkuliert sein. Sie tun gut daran, bei diesen Planungen eher konservativ zu kalkulieren.

Bei Spekulationen an der Börse halte ich wenig vom Leverage-Effekt. Die Kurse der Wertpapiere schwanken zu stark, als dass man sich auf den Effekt verlassen könnte.

Stefan Böhm
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