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A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

Team Böhms-DAX-Strategie
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Lars Erichsen

Was ist ein Coco-Bond?

Coco-Bonds sind die Kurzform für Contingent Convertible Bonds und bezeichnen eine spezielle Form der Wandelanleihe. Wandelanleihen sind Schuldverschreibungen, die Investoren Zinsen einbringen und die Rückzahlung des Kapitals oder die Wandlung in Aktien garantieren. Coco-Bonds werden anders als klassische Wandelanleihen bei Eintreten eines vorher festgelegten Ereignisses automatisch in Aktien gewandelt, der Schuldner, also in der Regel das Unternehmen, hat kein Wahlrecht.

Coco-Bonds helfen Unternehmen dabei, ihre Eigenkapitalausstattung in schwierigen Situationen zu verbessern. Je nach Rahmenbedingung des Coco-Bonds wird aus Fremdkapital Eigenkapital. Einige Banken haben nach der Finanzkrise und der Eurokrise Coco-Bonds in großem Umfang emittiert, um auf einfachem Weg ihre Eigenkapitalausstattung zu verbessern. Der Gesetzgeber erkennt Coco-Bonds als Eigenkapital an.

Auch gesamtgesellschaftlich gibt es bei Coco-Bonds Grund zur Kritik: Da diese Papiere Elemente von Fremdkapital und Eigenkapital in sich tragen, ergeben sich steuerliche Vorteile für den Emittenten und folglich geringere Steuereinnahmen für den Staat.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Oftmals werden Coco-Bonds beim Unterschreiten bestimmter Eigenkapitalquoten ausgelöst. Dies führt dazu, dass Zeichner von Coco-Bonds genau dann eine Aktie erhalten, wenn das Unternehmen in eine schwierige Situation geraten ist. 

Sie sollten sich daher von der höheren Verzinsung bzw. von der Chance auf eine höhere Rendite nicht blenden lassen: Als Käufer eines Coco-Bonds tragen Sie auch ein höheres Risiko. Anfang 2016 gab es Gerüchte, die Deutsche Bank könnte ihre Coco-Bonds nicht zurückzahlen. Die Kurse der Wandelanleihen kamen daraufhin stark unter Druck.

Stefan Böhm
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