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A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

Team Böhms-DAX-Strategie
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Lars Erichsen

Was ist Fremdkapital?

Fremdkapital wird Unternehmen von Gläubigern (meist Banken) für eine begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt. Jeder Kredit hat eine Laufzeit. In der Regel werden Zinsen fällig. Maßgebliches Kriterium zur Unterscheidung von Fremd- und Eigenkapital in der Bilanz ist die Möglichkeit der Rückzahlung.

Jede Bilanzposition, die möglicherweise zurückgezahlt werden muss, kann als Fremdkapital gelten. Das betrifft beispielsweise auch Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen. Besonders letztere können im Vergleich zu anderem Fremdkapital einen sehr großen Umfang einnehmen.

Fremdkapital im klassischen Sinn sind Bankkredite. Es gibt aber viele weitere Finanzierungsformen, die nicht eindeutig den beiden Größen Eigenkapital oder Fremdkapital zuzuordnen sind. Diese so genannten Hybridformen der Finanzierung werden z. B. von Rating-Agenturen teilweise als Eigenkapital angerechnet. In der Bilanz muss es dagegen eine klare Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital geben.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Jedes Unternehmen hat Fremdkapital in der Bilanz. Der Umstand, dass ein Unternehmen „Schulden gemacht" hat, sagt nichts über dessen Qualität aus. Manchmal ist es für ein Unternehmen sogar sinnvoll, mit Fremdkapital ein größeres Rad zu drehen. Sie als Anleger sollten allerdings hellhörig werden, wenn Kreditlinien fällig werden.

Große Aktiengesellschaften refinanzieren sich regelmäßig über den Kapitalmarkt und begeben Anleihen. Für kleinere Unternehmen ist das häufig schwerer. Werden Kredite fällig und können diese nicht bedient werden, droht die Insolvenz.

Stefan Böhm
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