A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist Ebitda?

Ebitda steht für „earnings before interest, taxes, depreciation and amortization” und bezeichnet den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Die Kennzahl vermittelt einen Eindruck von der Rentabilität eines Unternehmens, da sie die operative Leistungsfähigkeit vor Investitionsaufwand beschreibt.

Wie das Ebit ist auch das Ebitda wegen der Nichtberücksichtigung von Steuern und der Zinslast eine Kennzahl, die sich besonders gut zum Vergleich von Unternehmen mit Sitzen in unterschiedlichen Ländern eignet. Das Ebitda wird folgendermaßen berechnet: Jahresüberschuss + außerordentliches Ergebnis + Minderheiten + Steueraufwand – Steuererträge + Finanzergebnis + Abschreibungen auf Anlagevermögen – Zuschreibungen auf Anlagevermögen = Ebitda

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Beachten Sie: Da einige wichtige Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung beim Ebitda heraus gerechnet werden können, ist die Aussagekraft dieser Kennzahl begrenzt. Häufig führen Aktiengesellschaften, die Verluste schreiben, das Ebitda prominent in ihren Berichten auf. Sie sollten es durchaus als Warnsignal verstehen, wenn ein Vorstand z. B. in Interviews zu ausführlich auf dem Ebitda herumreitet.

Von professionellen Aktienanalysten wird das Ebitda dennoch häufig zum Vergleich von Unternehmen/Aktiengesellschaften herangezogen – allerdings immer nur als eine von mehreren Kennzahlen. So sollten Sie es auch halten, wenn Sie selbst ein Unternehmen bzw. eine Aktie analysieren oder die Aktienanalysen anderer lesen: Sehen Sie sich stets mehrere Kennzahlen an!

Stefan Böhm
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