A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt wird auch Mischkosteneffekt genannt und bezeichnet den gemittelten Preis mehrerer Wertpapierpositionen. Wenn Sie im Abstand von mehreren Monaten zwei Mal Daimler-Aktien kaufen, einmal 100 Stück zu 75 Euro und einmal 100 Stück zu 80 Euro, dann liegt Ihr Mischpreis für die Gesamtposition bei 77,50 Euro. Bei der Position, die Sie zu 75 Euro gekauft haben, mussten Sie weniger Kapital aufwenden.

Eine weitere Interpretation des Cost-Average-Effekts ist es, immer denselben Betrag zu investieren. In diesem Fall würden Sie bei niedrigen Kursen mehr Aktien kaufen können. Das hätte den Vorteil, dass Sie in schwachen Börsenphasen, wenn die Kurse günstig sind, stärker investieren.

Der Cost-Average-Effekt und das richtige Timing

Ein wichtiger Hintergedanke des Cost-Average-Effekts ist, dass die Problematik des richtigen Timings von Anlageentscheidungen ausgeschaltet wird. Viele Anleger zögern zu lange mit dem Einstieg, weil sie auf günstigere Kurse warten. Oder sie lassen sich gerade dann zum Kauf verleiten, wenn an der Börse euphorische Stimmung herrscht, aber die Wertpapiere eigentlich zu teuer sind. Wenn Sie nach diesem Prinzip investieren, haben Sie zwar nie den schlechtesten, aber auch niemals den besten Einstiegskurs.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Der Cost-Average-Effekt ist ein Argument dafür, regelmäßig in einen langfristigen Vermögensaufbau zu investieren. Gerade bei ETFs oder sehr soliden Aktientiteln bietet es sich an, gestaffelt zu kaufen. Wenn Sie immer den gleichen Betrag investieren, zahlen sich Investments bei niedrigen Kursen dank des Cost-Average-Effekts besonders aus.

Stefan Böhm
Bildquellen:
www.lars-erichsen.de
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