A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist der Vorteil von Kombigeld?

Dank der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank ist bei Tages- und Festgeld auf lange Sicht nicht mit großen Renditen zu rechnen. Um die potenziellen Kunden dennoch irgendwie bei Laune zu halten, überlegen sich die Anbieter, wie sie in diesem hart umkämpften Markt noch punkten können. Eine Möglichkeit: Die Kombination aus Tages- und Festgeld, Kombigeld.

Offen gesagt ist das keine schlechte Idee. Ähnlich wie beim Festgeld wählen die Kunden bei der Eröffnung des Kombigeldes eine der möglichen Laufzeiten. Über diesen Zeitraum wird der Anlagebetrag dann mit einem garantierten Zinssatz fest verzinst. Ein bestimmter Prozentsatz bleibt aber jederzeit verfügbar.

Der Vorteil liegt auf der Hand – Sie verbinden die etwas höhere Verzinsung mit der Flexibilität eines Tagesgeldkontos. Diese Idee ist zwar nicht preisverdächtig, aber immerhin praktisch. Natürlich konnten sich Anleger das gleiche Modell auch schon bisher in Eigenregie „zusammenbasteln“. Praktisch ist nur die Konzentration auf einen Anbieter.

Naturgemäß liegt die Verzinsung je nach Festgeldanteil zwischen denen reiner Tages- und Festgelder. Die Anteile können variieren, es gilt in der Regel allerdings eine Mindesteinlage für den Festgeldanteil.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Benötigen Sie 100 Prozent Flexibilität, dann bleibt nur das Tagesgeldkonto. Ansonsten kann Kombigeld eine praktische Option darstellen.

Wie bei allen Geldkonten steht aber Sicherheit an oberster Stelle. Achten Sie also bitte auf eine ausreichende Einlagensicherung. Außerdem dürfen keine weiteren Kosten anfallen. Dies gilt auch für etwaige Referenzkosten. Bei einer derart niedrigen Grundverzinsung sollten Sie diesen Faktor im Auge behalten.

Stefan Böhm
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