A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist eine Kapitalerhöhung?

Eine Kapitalerhöhung wird auf der Hauptversammlung eines Unternehmens beschlossen. Eine Kapitalerhöhung hat den Zweck, das Grundkapital zu erhöhen. Das kann entweder dadurch erfolgen, dass die bestehenden Aktionäre neues Kapital nachschießen oder aber die Gesellschaft selbst aus Rücklagen eine Kapitalerhöhung unternimmt.

Im ersten Fall erhalten Sie als Aktionär in der Regel Bezugsrechte für den Kauf neuer Aktien, damit sich Ihr Anteil am Unternehmen nicht verwässert. Im zweiten Fall der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhalten Sie als Aktionär des Unternehmens Berichtigungsaktien gratis. Unterm Strich sinkt der Wert der alten Aktien jedoch um den Betrag der neuen (jungen) Aktien, sodass der Wert eines jeden Aktienpakets konstant bleibt.

Jedes Unternehmen wird den Zweck einer Kapitalerhöhung positiv darstellen, z. B. als Grundlage für wichtige Investitionen. Tatsächlich erfolgt eine Kapitalerhöhung aber häufig zum Ausgleich von Verlusten, die z. B. durch Abschreibungen entstanden sind. Die Banken mussten z. B. nach der Finanzkrise in großem Umfang Kapitalerhöhungen durchführen, um Verluste auszugleichen.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Die Kapitalerhöhung aus externen Mitteln ist in der Regel der häufigste Fall. Dieser Schritt bedeutet oft nichts Gutes. Achten Sie ganz genau darauf, warum das Unternehmen neues Kapital braucht. Für Privatanleger lohnt es sich aber oft nicht, ein Investment, das ohnehin nicht gut läuft, auch noch auszubauen. Sind Sie wegen des weiteren Geschäftsverlaufes eines Unternehmens skeptisch, dann überlassen Sie die Investments den Großinvestoren.

Stefan Böhm
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