A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Was sind exotische Optionsscheine?

Exotische Optionsscheine (Spezial-Optionsscheine): Neben den „klassischen“ Call-Optionsscheinen und Put-Optionsscheinen zeigten sich die Emissionshäuser bei der Erschaffung neuer Konstruktionen sehr kreativ. Die sogenannten Spezial-Optionsscheine (auch exotische Optionsscheine genannt) eröffnen Investoren neue Anlagemöglichkeiten, die mit den Plain-Vanilla-Optionsscheinen (einfachen Calls und Puts) nicht nachvollzogen werden können. Eine ausführliche Darstellung dieser Konstruktionen würde jedoch den Rahmen dieses Schnelkurses sprengen.

Die bekanntesten exotischen Optionsscheine bzw. Spezial-Optionsscheine sind:

  • Bandbreiten-Optionsscheine (Range- oder Korridor-Warrants oder Inline-Optionsscheine): Mit diesen lässt sich auf eine Seitwärtsbewegung des Underlyings spekulieren.
  • Best-Of-Optionsscheine, Bottom-Up-Optionsscheine, Power-Optionsscheine oder Hit-Optionsscheine, die jeweils für bestimmte Szenarien eine günstige Anlagevariante darstellen.

Nicht alle diese Spezialkonstruktionen setzen sich am Markt durch, sondern verschwinden nach einiger Zeit wieder. Dafür tauchen dann wieder neue auf. Es hat sich aber gezeigt, dass die Anleger zu komplizierte Konstruktionen eher ablehnen. Aus meiner Sicht spricht die oftmals wenig transparente Preisbildung gegen Spezial-Optionsscheine.

Die Hebelzertifikate können als sogenannte Knock-Out-Optionsscheine zwar auch als ein Sonderfall der Gattung Optionsscheine betrachtet werden, zählen aber nicht zu den Spezial-Optionsscheinen. Denn: Mit Knock-Out-Optionsscheinen kann man keine anderen Strategien umsetzen als mit einem Plain-Vanilla-Optionsschein.

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