A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

Team Böhms-DAX-Strategie
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Was ist der Geldmarkt?

Auf dem Geldmarkt werden kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Zentralbankguthaben gehandelt. Markt-Teilnehmer des Geldmarktes sind neben den wichtigen Zentralbanken in erster Linie Geschäftsbanken, Versicherungen und Finanzabteilungen großer Konzerne.

Für Zentralbanken ist der Geldmarkt eine Möglichkeit, die in einer Volkswirtschaft umlaufende Geldmenge zu steuern und dadurch indirekt Einfluss auf Inflation und Wachstum zu nehmen. Technisch geschieht dies über die Steuerung der Liquidität, die wiederum Geldschöpfung und Kreditvergabe beeinflusst.

In Zeiten eines erhöhten Liquiditätsbedarfs stellen Zentralbanken dem Geldmarkt mehr Kapital zu günstigeren Konditionen zur Verfügung. Droht dagegen der Geldmarkt zu überhitzen, ist zu viel Liquidität im Umlauf, dann kann die Zentralbank über strengere Konditionen bzw. höhere Anlagezinsen Kapital aus dem Geldmarkt abfließen lassen.

Banken und Unternehmen nutzen den Geldmarkt, um kurzfristig Kapital anzulegen oder zu leihen. Der Geldmarkt ist von großer Bonität und klaren Regeln gekennzeichnet. Deswegen laufen Geschäfte auf dem Geldmarkt unkompliziert und schnell ab.

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