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A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

Team Böhms-DAX-Strategie
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Lars Erichsen

Was ist ein Genussschein?

Genussscheine sind ein deutsches Phänomen: Die Wertpapiere wurden bereits im 19. Jahrhundert eingeführt. Genussscheine garantieren die Rückzahlung des eingezahlten Kapitals nebst Zinszahlungen. Dennoch stehen sie rein rechtlich eher einer Aktie näher als einer Anleihe. Genussscheine sind oft nachrangig ausgestaltet, das heißt, dass im Falle einer Insolvenz zuerst echte Gläubiger (z. B. Bankkredite) bedient werden. Auch kann die Verzinsung von Genussscheinen variabel ausgestaltet sein.

In den vergangenen Jahren gaben viele Betreiber von Solaranlagen oder Windparks Genussscheine heraus und lockten mit scheinbar sicheren Rendite von jährlich sechs Prozent und mehr. Vor allem wegen der Nachrangigkeit sind diese Renditen als Risikoprämien aber in der Regel gerechtfertigt. Zudem sind die Unternehmen, die Genussscheine emittieren, im Vergleich zu Aktiengesellschaften meist weniger transparent.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Seien Sie bei Genussscheinen vorsichtig! Hohe Zinsen werden dabei durch eine rechtlich schlechte Stellung im Falle einer Insolvenz und einer geringen Transparenz erkauft. Einige Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass Pleiten bei Solarbetreibern nicht selten sind. Anlegern stehen dann juristische Auseinandersetzungen oder der völlige Verlust der Ersparnisse ins Haus.

Ich rate daher dazu, auf den weitaus strenger regulierten Aktienmarkt zu setzen. Auch hier winken attraktive Dividenden. Hinzu kommt, dass Aktien besser handelbar sind und sich Probleme bei großen Aktiengesellschaften eher ankündigen als bei kleinen Unternehmen.

Stefan Böhm
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