A-ZBöhms Börsenlexikon

Lars Erichsen

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Lars Erichsen

Was ist ein Stillhaltergeschäft?

Bei einem Stillhaltergeschäft wird ein Basiswert wie z.B. eine Aktie gekauft und zugleich eine Kaufoption auf diesen Basiswert verkauft.

Info

info Beispiel

Sie besitzen z.B. Aktien von Daimler und verkaufen an einen Dritten Kaufoptionen auf Ihre Daimler-Aktien. Der Käufer der Optionen überweist Ihnen für das Recht, Ihre Daimler-Aktien in der Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen, einen Betrag, die so genannte Optionsprämie. Der Käufer der Option hofft darauf, dass der Kurs der Daimler-Aktie deutlich steigt. Dann kann er seine Option ziehen und die Aktien zu einem günstigeren als den Markt-Preis kaufen. Sie als Stillhalter müssen Ihre Aktien verkaufen, können aber als Trost die Optionsprämie einstreichen.

Fällt aber der Kurs der Daimler-Aktie oder bewegt sich nicht nach oben, dann wird der Käufer der Option diese nicht ausüben. Sie behalten als Stillhalter die Aktien und streichen die Optionsprämie als Gewinn ein. Das hat für Sie als Stillhalter den Vorteil, dass Sie sich gegen Kursrückgänge bei der Daimler-Aktie absichern können, da Ihnen ja die Optionsprämie zusteht.

Meinung

sprechblase Böhms Praxistipp

Als Privatanleger können Sie Stillhaltergeschäfte in ihrer reinen Form kaum umsetzen, es sei denn Sie handeln Optionen an der Futures-Börse. Allerdings spiegeln Discountzertifikate Stillhaltergeschäfte wider. Diese Anlagezertifikate verbriefen das gesamte Geschäft und sind für jeden Anleger leicht an der Börse oder direkt beim Emittenten zu erwerben.

Stefan Böhm
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